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Region Burgwedel Nachrichten Bürgerstiftung unterstützt Wildbienen-Projekt
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00:19 19.05.2019
Wollen mit dem Anpflanzen von Blühstreifen Wildbienen etwas Gutes tun: Wilfried Plum (von links), Thomas Hahn und Meinolf Helling. Quelle: Thomas Oberdorfer
Großburgwedel

Langsam nimmt die Bürgerstiftung Fahrt auf: Sie unterstützt die Anpflanzung eines Blühstreifens vor den Toren von Großburgwedel. 1650 Euro kostet das Projekt in den kommenden drei Jahren. Dafür wird eine rund 2000 Quadratmeter große Fläche mit einem bunten Wildackermix angelegt und unterhalten. Die Pflanzen sollen zugleich Nahrung und Unterschlupf für Wildbienen bieten. Es ist nach den Theatervorstellungen für Burgwedeler Schulkinder das zweite Projekt der Bürgerstiftung.

Freundeskreis gründet Initiative um Wildbienen zu helfen

Die Idee, einen Blühstreifen anzupflanzen, stammt von den Mitgliedern eines privaten Freundeskreis aus Burgwedel und Isernhagen. „Alle reden vom Bienensterben, wir machen was“, sagt Meinolf Helling. Er gehört dem fünfköpfigen Freundeskreis an, der jetzt gemeinsam die Initiative Bienen-Blühstreifen Burgwedel-Isernhagen, kurz IBBBI – gegründet hat. Nachdem die Idee vor wenigen Wochen geboren ist, geht alles ganz schnell. Mit Friedel Könecke finden die fünf einen Landwirt, der bereit ist, gegen eine „kleine Entschädigung eine Fläche für drei Jahre zur Verfügung zu stellen und bei der Unterhaltung zu helfen“, sagt Helling.

Saatgut computergesteuert ausgebracht

Der Saatgut ist mittlerweile in der Erde. Die Mischung aus 21 verschiedenen Pflanzen (siehe Text unten) haben die Mitglieder der Initiative aus eigener Tasche bezahlt. Ausgesät am Rand einer Ackerfläche an der Großburgwedeler Umgehungsstraße auf Höhe der Einfahrt zur der Straße Auf der Ramhorst. „Dabei haben wir viel gelernt“, sagt Helling und nennt zwei Beispiele. „Man kann nicht einfach auf ein Feld gehen und die Mischung ausstreuen.“ Die fünf schauten nicht schlecht, als Könecke mit einer große Maschine anrückte, um das Saatgut auszubringen. In einem Arbeitsgang wurde der Boden aufgelockert, der Samen zwei Zentimeter tief in die Erde gedrückt und der Boden anschließend wieder verdichtet. Das Ganze gesteuert von einem Computer. Wichtig ist auch der Standort für den Blühstreifen. „Der darf nicht zu nah an den Stöcken von Stadtbienen liegen“, erklärt Helling. „Die sind stärker und würden die Wildbienen von dem Standort verdrängen.“ Auch so eine Sache, die Helling und seine Mitstreiter in den vergangenen Wochen gelernt haben.

Bürgerstiftung offen für weitere Projekte

Das gemeinsame Blühstreifenprojekt von Bürgerstiftung und IBBBI könnte in den kommenden Jahren noch kräftig wachsen. „Wir sind als Sieben-Dörfer-Stiftung angetreten, vielleicht schaffen wir es ja, in allen Burgwedeler Ortschaften einen Blühstreifen anzulegen. Das wären dann sieben“, sagt Walter Heitmann, Vorsitzender der Bürgerstiftung. Nach seinen Worten hat der Vorstand sich spontan für die Unterstützung des IBBBI-Projektes entschieden. „Wenn jemand mit einer guten Idee zu uns kommt, dann helfen wir gerne“, erklärt er und fordert die Burgwedeler auf, sich mit Projektideen an die Stiftung zu wenden. Aber – und auch das macht er klar – für die Realisierung solcher Vorhaben müssen noch weitere Spenden eingeworben werden.

Das ist drin in der Wildackermischung

Eine Ackerfläche mit einem Mix aus 21 verschiedenen Pflanzen soll Wildbienen Nahrung und Unterschlupf bieten. Das ist drin in der Mischung: Buchweizen (15 Prozent), Kulturhafer (10), Malve (8), Phacelia (8), Sonnenblumen (7), Rotklee (6), Steinklee gelbblühend (6), Steinklee weißblühend (6), Borretsch (4), Esparsette (4), Winterfutterraps (4), Leindotter (3), Luzerne (3), Markstammkohl (3), Ringelblumen (3), Winterrübsen (3), Dauerlupinien (3), Wiesenschweidel (2), Wiesenlieschgras (1,5), Stoppelrüben (1) und Magerite (0,5).

Von Thomas Oberdorfer

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