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Nachrichten Aus aller Welt strömen Besucher zur Bockwindmühle Wettmar
Region Burgwedel Nachrichten Aus aller Welt strömen Besucher zur Bockwindmühle Wettmar
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16:20 30.08.2019
30 Besucher aus Deutschland, den USA, Japan, Griechenland, Italien, Großbritannien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden erleben die Bockwindmühle in Wettmar. Quelle: Jürgen Zimmer
Wettmar

Alles war für die internationalen Gäste aus neun Ländern vorbereitet: Die vier Flügel der Wettmarer Bockwindmühle rotierten in einer kleinen Brise, Kaffee und Erfrischungsgetränke standen bereit. Winfried Künstler und ein kleines Team des Heimatvereines für das Kirchspiel Wettmar-Thönse-Engensen hatten rund 30 Mitglieder des weltweiten Mühleverbands The International Molinogical Society (TIMS) empfangen. Diese erhielten eine mehrsprachige Informationsschrift über die Geschichte der Bockwindmühle in Wettmar. Einige der meist älteren Teilnehmer erklommen sofort die steile Treppe in den Maschinenraum der Mühle, um das Mahlwerk zu besichtigen. Andere suchten sich erstmal einen Sitzplatz, um in Ruhe ihr Getränk zu sich zu nehmen.

Erfahrungsaustausch ist wichtig

Angelika Geschka und ihr Mann betreuen mit einem Verein eine Holländer-Windmühle in Lehre-Wendhausen, die einzig noch verbliebene Windmühle mit fünf Flügeln in Deutschland. Sie waren wie die meisten der Teilnehmer vor allem am Erfahrungsaustausch interessiert. „Wir wollen sehen, wie andere Mühlenbetreiber das machen, wie sie sich organisieren“, erklärten sie ihre Motivation. Aus dem fernen Tokio war Katsunobu Kosaka angereist. In seiner Heimat verbreitet sind meist kleine Wasser- und Handmühlen, um Reis zu schälen. „Hier ist alles so groß“, sagte er. Tony Shehan kommt aus Pennsylvania (USA), für ihn war es die erste Reise nach Europa. Die Wettmarer Mühle fand er einfach „beautiful, great“.

Internationale Gäste in Wettmar

Die TIMS-Mitglieder hatten sich zuvor bei einem Symposium in Berlin allerlei Fachvorträge angehört. Auch Mühlenbesichtigungen in anderen Bundesländern standen auf dem Programm. Die Tour durch Niedersachsen hatte dabei Mühlentechniker Rüdiger Hagen organisiert. Was lag da also näher, als auch die Wettmarer Bockwindmühle zu zeigen, die Hagen federführend restauriert und wiederaufgebaut hatte und wo er aktuell wieder Müller-Kurse für Ehrenamtliche leitet?

Mühlen als Kulturgut der Menschheit

Symposium-Chairman Gerald Bost betonte, wie wichtig es sei, das Kulturgut Mühle zu erhalten. Die Bauwerke seien seit Jahrtausenden fundamentaler Bestandteil der Entwicklungs- und Technikgeschichte und heute wieder aktueller denn je, wobei er auf die sich am Horizont drehenden Windkrafträder zur Stromerzeugung zeigte.

TIMS hat weltweit 500 Mitglieder in mehr als 30 Ländern

TIMS fördert weltweit das Interesse, den Austausch und das Verständnis von Wind-, Wasser- und per Muskelkraft getriebener Mühlen und vermittelt Wissen zur deren Erhaltung und Restaurierung. Die Organisation hat etwa 500 Mitglieder in mehr als 30 Ländern auf fünf Kontinenten. Alle vier Jahre veranstaltet sie ein Symposium an wechselnden Orten. Das nächste Symposium wird in Polen stattfinden. Die Bockwindmühle Wettmar dürfte dann kaum als Ausflugsziel herhalten.

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Von Jürgen Zimmer

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