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Nachrichten Blitzer am Würmsee misst in beide Richtungen
Region Burgwedel Nachrichten Blitzer am Würmsee misst in beide Richtungen
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00:19 15.02.2019
Geht in Betrieb: Ab Mittwoch wird an der Würmsee-Kreuzung die Geschwindigkeit der Autofahrer überwacht. Quelle: Thomas Oberdorfer
Kleinburgwedel

Runter vom Gas: Am Mittwochvormittag wird der Blitzer an der Landesstraße 381 im Bereich der Würmsee-Kreuzung scharf geschaltet. Danach misst er automatisch die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos – und das sowohl in Richtung Großburgwedel als auch in der Gegenrichtung.

Vitronic installiert weltweit Blitzer

Den gesamten Dienstag über waren Mitarbeiter der Wiesbadener Firma Vitronic damit beschäftigt, die Messanlage in der 70er-Zone vor den Toren Kleinburgwedels aufzubauen und einzurichten. Vor allem musste die Kamera genau justiert werden, damit sie gerichtsfest Fotos liefern kann. Außerdem wurde die Anlage eingemessen und der Toleranzbereich festgelegt. „Das ist richtig nett von der Stadt“, sagte ein Vitronic-Mitarbeiter mit einem Schmunzeln zum festgelegten Toleranzbereich. „Andere Kommunen legen häufig einen niedrigeren Auslösepunkt fest“, sagte er. Für ihn ist der Aufbau einer solchen Messstation Alltagsgeschäft. Sein Unternehmen installiert weit über die Grenzen Deutschlands hinaus solche Anlagen. „Messsäulen von uns stehen in Dubai, in Russland, in Polen und in vielen weiteren Ländern weltweit“, erklärte er.

Region übernimmt die Ermittlungen

Und so funktioniert die Anlage: Wird ein Raser erwischt, fotografiert die Anlage automatisch und überspielt das Bild mit dem dazugehörigen Messprotokoll sofort an einen Rechner in der Stadtverwaltung. Dieser übermittelt die Daten dann weiter an einen Computer bei der Region Hannover. Die Behörde übernimmt dann auch alle weiteren Schritte, kümmert sich um etwaige Ermittlungen und den Versand von Bußgeldbescheiden.

Damit verfügt Burgwedel nunmehr über drei stationäre Messsäulen. Zwei stehen in Fuhrberg. Von den diesen Anlagen kann eine – wie auch die neue bei Kleinburgwedel – in beide Richtungen messen und fotografieren. Die andere kann dies nur in eine Richtung. Die Stadt besitzt insgesamt drei Kameras, um die fünf möglichen Messpunkte zu bestücken. „Wir lassen diese Kameras zwischen den Säulen rotieren“, erklärte Ordnungsamtsleiterin Andrea Stroker. Wo gerade gemessen wird und welche Säule nicht bestückt ist, lässt sich von außen nicht feststellen.

Rund 150.000 Euro kostet die neue Anlage inklusive der über 200 Meter langen Leitplanke, die die Messstation schützt. Eine Investition, die sich durchaus lohnt. Allein die Fuhrberger Anlagen brachten im vergangenen Jahr mehr als 200.000 Euro ein. 40 Prozent dieser Einnahmen blieben bei der Stadt, 60 Prozent bekam die Region. Doch der finanzielle Aspekt ist nicht der Grund für das Aufstellen der Messanlage an der L381. Die Würmsee-Kreuzung ist ein Unfallschwerpunkt. „Im vergangenen Jahr ereigneten sich hier sieben Unfälle. Dabei wurden fünf Personen verletzt“, sagte Ralf-Emil Bahn, Sprecher der Polizei Großburgwedel.

Zum Start wird am Würmsee in beide Richtungen gemessen

Zur Premiere der neuen Anlage setzt die Stadt auf den vollen Kontrolldruck: „Wir messen zum Start in beiden Richtungen“, verriet ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes beim Aufbau der neuen Messstation. Wann dann allerdings eine Kamera wieder in die Anlage nach Fuhrberg wechseln wird, das wollte er nicht verraten. Für alle Autofahrer, die kein Foto von sich und ihrem Wagen an der Würmsee-Kreuzung zugeschickt bekommen möchten, bleibt eigentlich nur eines übrig: runter vom Gas!

Von Thomas Oberdorfer

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