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Region Burgdorf Nachrichten Friesen Hänigsen muss seine Tribüne sperren
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02:15 06.08.2017
Von Joachim Dege
Die Gemeinde hat die Tribüne im Hänigser Stadion sperren lassen. Quelle: Joachim Dege
Hänigsen

Die im Rathaus zuständige Schulverwaltung schickte den Friesen mit Schreiben vom 27. Juli die Aufforderung zur Sperrung. Das Papier, das den Verein per E-Mail erreichte, trägt den Eingangsstempel Montag, 31. Juli. Darin steht, dass die Verkehrssicherheit der Tribünenanlage nicht mehr gewährleistet sei, wie eine Inspektion der damit beauftragten Fachfirma ergeben habe. Von „schweren Mängeln“ sei im Prüfbericht die Rede. „Folglich fordere ich Sie auf, die Tribünenanlage umgehend bis auf Weiteres zu sperren, um hier jegliche Verletzungsgefahr für Vereinsmitglieder und Besucher der Sportanlage zu vermeiden. Ich möchte Sie bitten, mich bis zum 01. 08. 2017 über die Absperrung der Tribünenanlage zu informieren, gerne mit einem Foto als Mailanhang“, ließ Bürgermeister Werner Backeberg von einer Sachbearbeiterin mitteilen.

Der Verein tat, wie ihm geheißen. Mitglieder sperrten die Tribüne mit Flatterband ab, sodass 100 Zuschauer am Mittwochabend zwei Spiele des Marktspiegel-Cups von der Plattform vorm Vereinsgebäude aus verfolgen mussten. Die Fußballer und auch der stellvertretende Vereinsvorsitzende Peter Mehnert sind allerdings verärgert. Sie finden es befremdlich, wie die Gemeinde mit ihnen umgeht. Statt mit dem Verein das Gespräch zu suchen, seien die Friesen ohne Vorwarnung von einem Tag auf den anderen mit der Sperrung konfrontiert worden.

Das sei kein Umgang miteinander, lautet die Kritik – zumal die von den Friesen genutzte Anlage der Gemeinde gehört. Der Verein sei doch keine Hausverwaltung, die zu spuren habe. Noch dazu, wenn ein Sportereignis ins Haus stehe, das auch Werbung für den Verein sei.

Frank Hacke, Leiter des Eigenbetriebs Gebäudeservice, verteidigt das Vorgehen der Gemeinde: Es habe Handlungsbedarf bestanden. Angesichts der nicht vorhandenen Verkehrssicherheit habe man keine andere Wahl gehabt, als sofort zu sperren. Hacke räumt jedoch ein, dass man mit dem Verein vorher das Gespräch hätte suchen können, zumal der Inspektionsbericht schon eine Zeit lang vorliegt.

Der TSV wirft der Gemeinde zudem vor, dass die Tribüne schon seit geraumer Zeit Schäden aufweist. Auch Toiletten, Duschen, Umkleiden und die Abwasseranlage seien in erbärmlichem Zustand. All das sei der Gemeinde lange bekannt. Geschehen sei nichts, der Verein werde immer nur vertröstet.

Hacke entgegnet, dass er gegenwärtig ein Konzept für eine Komplettsanierung der maroden Abwasseranlage und der Sanitäranlagen erarbeiten lasse. Ein Ergebnis liege im September vor. Dann müsse der Rat entscheiden, dort liege die Etathoheit. „Bei der Tribüne müssen wir jetzt erstmal mit dem Fachbereich Schulen, Sport, Kultur und dem Verein beraten, wie es weitergehen soll. Solange bleibt die Tribüne gesperrt.“

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