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Nachrichten Stadt: Wiese im Park ist Kindern gewidmet
Region Burgdorf Nachrichten Stadt: Wiese im Park ist Kindern gewidmet
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16:28 25.07.2018
Die Fläche beim Rodelberg ist laut Stadt ein Abenteuerspielplatz. Nur 50 Meter weiter ist schon der nächste Spielplatz angelegt.
Die Fläche beim Rodelberg ist laut Stadt ein Abenteuerspielplatz. Nur 50 Meter weiter ist schon der nächste Spielplatz angelegt. Quelle: Dege
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Burgdorf

Während der Rat in der Sommerpause ist, nimmt mit dem Thema Hundewiese ein kommunalpolitischer Dauerbrenner an Fahrt auf. Während die Initiativgruppe von Hundebesitzern um die frühere Ratsfrau Christine Gross gerade noch Hoffnung schöpfte und der CDU-Bürgermeisterkandidat Armin Pollehn seine volle Unterstützung zusagte, winkt die Stadtverwaltung ab: Die ins Auge gefasste Parkfläche hinterm Rodelberg „ist nicht für Hunde geplant und ausgewiesen“, sondern „vor mehr als zehn Jahren von der Jugendpflegeabteilung als Abenteuerspielplatz für Kinder geplant worden“, lässt Bürgermeister Alfred Baxmann trocken mitteilen.

Auch die SPD, die die Mehrheitsgruppe im Rat anführt, schüttet Wasser in den Wein. Fraktionschef Gerald Hinz gibt sich an seinem Urlaubsort erstaunt über die jüngste Initiative und stellt in einer E-Mail-Presseerklärung klar klar: Die SPD werde eine Lösung nur mittragen, wenn diese „keine Störung der Nachbarschaftsumfeldes mit sich bringt und keine Kosten bei der Stadt nach sich ziehen würde.“ Das bedeute, dass Gross und ihre Gruppe sich um Sponsoren für einen Zaun sowie um Haftungsfrage kümmern müsse. Obendrein stelle sich die Frage, ob eine Umzäunung der aktuell diskutierten Fläche im Überflutungsgebiet der Aue überhaupt zulässig sei.

Ratsherr Rüdiger Nijenhof von den Freien Burgdorfern wartet derweil mit einem konstruktiven Vorschlag auf und bringt eine Fläche neben dem Ahrbergenweg in der Weststadt auf. Die sei von drei Seiten bereits eingezäunt. Laut Nijenhof hält auch die Stadt dieses Areal für unproblematisch mit Blick auf die Nutzung als Hundewiese. Für Zaun und Tor an der offenen Flanke rechnet er mit Kosten von höchstens 10.000 Euro. Der Ratsherr glaubt, dass sich dafür eine Mehrheit im Rat findet, wenn die Hundebesitzer sich an den Kosten beteiligten und die Platzpflege selbst in die Hand nähmen: „Solches Bürgerengagement gilt es zu unterstützen.“

Von Joachim Dege