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Region Burgdorf Nachrichten Maler finden kaum noch Nachwuchs
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07:29 13.08.2014
Von Joachim Dege
Fast schon Exoten des Handwerks: Die Malergesellen Marvin Maifahrth (rechts) aus Hänigsen und Irfan Gökce aus Uetze. Quelle: Schwenzitzki
Burgdorf

Sie findet kaum noch Nachwuchs. Gerade einmal drei junge Menschen haben jetzt zum 1. August eine Lehre begonnen. Die Schwierigkeiten, neue Arbeitskräfte zu gewinnen, die die Zukunft der Betriebe sichern sollen, wurde jetzt offensichtlich anlässlich der Freisprechungsfeier, zu der die Innung dieser Tage in das Haus des Handwerks in Burgdorf eingeladen hatte. Dort erhielten lediglich noch zwei erfolgreich geprüfte ehemalige Auszubildende von Innungsobermeister Thomas Jüngst aus Burgwedel die Gesellenbriefe überreicht: Marvin Maifahrth aus Hänigsen (Firma Müller, Lehrte) und Irfan Gökce aus Uetze (Firma May, Uetze). Die Übergabe habe „im kleinsten Rahmen“ stattgefunden, wie Jüngst zerknirscht einräumte.

Die Lehrlingssituation lasse zu wünschen übrig. Es gebe zu wenig Nachwuchs. „Ich habe den Eindruck, es will keiner mehr ins Handwerk. Es will wohl jeder im Sitzen arbeiten“, beklagt der Obermeister, der auch Prüfungsausschussvorsitzender ist. Dabei biete der Beruf mehr als „schlichtes Pinseln“. Die Aufmaße etwa würden heutzutage mit dem Laser gemacht und anschließend am PC aufbereitet.

Die Arbeit sei anspruchvoll, bestätigt Lehrlingswart Stefan Schwenzitzki, der seinen Betrieb in Isernhagen hat. Am Geld jedenfalls könne es nicht liegen, dass keiner mehr Maler werden wolle, sagt Jüngst. „Da ist viel passiert. Ein Auszubildender bekommt heute knapp 700 Euro im Monat.“

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