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Region Burgdorf Nachrichten TSV gründet eigene E-Sport-Sparte
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17:48 30.11.2018
Tobias Gotthold (rechts) vom eSport-Verein Sabotage & Security Force überreicht dem TSV-Vorsitzenden Peter Kehl seinen Aufnahmeantrag. Quelle: Joachim Dege
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Burgdorf

Die TSV Burgdorf geht neue Wege und öffnet sich für E-Sportler. In einer vom Vorstand einberufenen außerordentlichen Versammlung haben die anwesenden Mitglieder am Donnerstagabend grünes Licht gegeben für die Gründung einer E-Sport-Sparte zum 1. Januar. In der neuen Abteilung sollen die derzeit etwa 50 aktiven Mitglieder des Internationalen Multigaming Clans Sabotage & Security Force (SSF) aufgehen.

Elektrosport elektrisiert offenbar nur wenige in der TSV. Nur 30 stimmberechtigte Mitglieder kamen ins Klubhaus auf der Tribüne im Stadion, um sich vom Vorstand erläutern zu lassen, was es mit der neuen Sparte auf sich hat. Darunter der Ehrenvorsitzende Ulrich Karos, der den Vorstoß seines Nachfolgers an der Vereinsspitze, Peter Kehl, goutierte und begrüßte, dass sich die TSV weiterentwickelt: „Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.“

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Neue Mitglieder, ein erweitertes Angebot, mehr Nähe zur Jugend und mehr Kompetenzen lauteten die von Kehl vorgebrachten Argumente für eine E-Sport-Sparte unterm Dach des größten Sportvereins in der Stadt: „Wir wollen der erste Sportverein sein, der das macht, und nicht noch fünf Jahre warten und dann einer von vielen sein“, warb Kehl.

Mitglieder der Turnabteilung hielten dagegen, dass die E-Sportler mit körperlicher Ertüchtigung nichts am Hut hätten und es Aufgabe eines Sportvereins sein müsse, junge Menschen für den Bewegungssport zu gewinnen. Wolfgang Schnell kritisierte, dass es bei Computerspielen um Geldmacherei gehe. Heidi Ludwig missfielen gewaltverherrlichende Spiele wie Counter Strike. Den Bedenken trat der SSF-Vorsitzende Tobias Gotthold entgegen: Der E-Sport folge klaren Regeln, Fairness sei oberstes Gebot.

Am Ende stimmten 21 TSV Mitglieder für die SSF-Aufnahme, sieben dagegen, zwei enthielten sich. Gotthold überreichte Kehl umgehend seinen Aufnahmeantrag.

Von Joachim Dege