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Nachrichten Initiative prüft Klage gegen Nachtflüge
Region Burgdorf Nachrichten Initiative prüft Klage gegen Nachtflüge
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00:18 20.07.2018
Für ein Nachtflugverbot am Flughafen Hannover-Langenhagen kämpfen Burgdorfer in einer regionsweiten Initiative. Quelle: Archiv
Burgdorf

Ein Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr strebt eine Bürgerinitiative um acht Aktive an, die sich jetzt in der Gruppe „Besser ohne NachtflugHannover Airport“ (BON-HA) mit Akteuren aus anderen Kommunen zusammengeschlossen haben. Die Zeit drängt: Im Jahr 2020 läuft die derzeit uneingeschränkte Betriebsgenehmigung des Flughafens aus, das zuständige Wirtschaftsministerium muss dann über eine Verlängerung entscheiden. Doch schon im Januar 2019 beginnen die Beratungen darüber. Gegen eine Fortschreibung der jetzigen Regelung wollen sich die Anwohner der Weststadt und aus Heeßel wehren: mit der Unterstützung anderer Betroffener, mit Hilfe von Rat und Verwaltung sowie mit einer Klage wegen Körperverletzung.

Im Herbst vergangenen Jahres beschlossen Reinhard Klinge und Katrin Bittner aus Heeßel, sich des Themas anzunehmen: „Wir haben bei einer Ortsversammlung festgestellt, wie stark die Lärmbelästigung inzwischen ist“, sagt Bittner und fügt hinzu, seinerzeit hätten innerhalb von 30 Minuten acht Flugzeuge das Dorf überflogen. Nach einem öffentlichen Aufruf meldeten sich weitere Betroffene, darunter Barbara Barclay-Steuart und Klaus-Peter Buyken aus der Weststadt. Gemeinsam schloss sich die Initiative dem Umweltschutzverein Isernhagen an, diese wiederum bildet mit Initiativen aus Garbsen, Langenhagen und Hannover das Bündnis „Besser ohne Nachtflug“.

„Noch suchen wir weitere Mitstreiter, die uns unterstützen“, sagt Bittner. Denn das Ziel stehe fest: Nächtlicher Fluglärm soll ab dem nächsten Jahr auch in der Region Hannover der Vergangenheit angehören. Dazu will BON-HA unter anderem ab August einen Flyer verteilen, um Betroffene zu informieren. „Wir werden auch Gespräche an den Haustüren suchen“, kündigt Buyken an. Und Barclay-Steuart ergänzt, dass öffentliche Informationsstände geplant seien. Den Flyer lässt die Initiative in einer Auflage von 10.000 Stück drucken – mit privatem Geld der Aktiven, wie Bittner sagt.

Zu den Forderungen gehört unter anderem, den Gesundheitsschutz der Menschen vor der Wirtschaftlichkeit des Flughafens zu setzen und die Bürgerinitiativen sowie die Fluglärmkommission mit mehr Entscheidungsbefugnissen auszustatten. „Uns geht es darum, den vielen Lärmgeplagten zu zeigen, dass wir etwas gegen die Belastung tun können“, sagt Buyken und betont zugleich, dass sich der Protest nicht gegen den Flughafen richte.

Als Unterstützer wollen die Burgdorfer auch den Rat und die Verwaltung einbinden, für den 16. August planen sie einen Auftritt in der Bürgerfragestunde im Verkehrsausschuss des Stadtrats. „Es gab mal einen Protestbrief, aber der ist versandet“, bedauert Bittner, die mit den anderen Aktiven parallel eine Klage wegen Körperverletzung anschiebt. Gerade dafür sammelt die Initiative noch Spenden, die Suche nach juristischem Beistand befindet sich in der Schlussphase. Derzeit lassen die Aktiven nach Aussage Bittners noch prüfen, gegen wen sich die Klage richten soll: „Es gibt unterschiedliche Optionen, denkbar ist beispielsweise das Wirtschaftsministerium als Genehmigungsbehörde“, sagt sie.

Information: Unter der Internetseite bon-ha.de finden Interessierte weitere Informationen zu den Akteuren, zu den Zielen und zu Terminen.

Eine kategorische Nachtflugpause wird es am Flughafen Langenhagen nicht geben. „Die rechtliche Basis gibt dies nicht her“, sagt der seit kurzem im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft postierte Staatssekretär Berend Lindner jetzt im Gespräch mit dieser Zeitung. Gleichwohl schließt Lindner veränderte Grenzwerte und Regelungen ab 2020 nicht aus. Voraussichtlich Ende dieses Jahres werde das Land auf die unter dem Fluglärm leidenden Anwohner der Umlandkommunen zugehen, um einen neuen Nachbarschaftsdialog einzuleiten, kündigte Lindner an. Offen sei, wie dieser aussehe. nea

Von Antje Bismark

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