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Nachrichten Asbest: Treffen in Waldschule kann Eltern Sorge nicht nehmen
Region Burgdorf Nachrichten Asbest: Treffen in Waldschule kann Eltern Sorge nicht nehmen
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19:06 29.08.2019
Die idyllisch gelegene Waldschule in Ehlershausen ist nach dem Asbestfund kein unbeschwerter Lernort mehr. Lehrer und Eltern machen sich große Sorgen. Quelle: Joachim Dege
Ehlershausen

Die Stadt spricht von einem Arbeitstreffen zwischen der für die Schule zuständigen Architektin in der Gebäudewirtschaftsabteilung der Stadtverwaltung und dem Sachverständigen nach dem jüngsten Asbestfund in einer Wand der Waldschule im Ortsteil Ehlershausen. Schulleitung und Elternvertretung, die sich von der Zusammenkunft Aufklärung erhofft hatten, stießen Mittwochfrüh dazu, fühlten sich danach aber noch immer nicht ausreichend informiert. „Beruhigt sind wir nicht“, konstatierte die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Sonja Heyna, die zugleich Elternratsvorsitzende in der Waldschule ist.

Zwei Stunden lang habe das Treffen, bei dem laut Heyna nicht viel herumgekommen sei, gedauert. Die Ortsratspolitikerin kritisiert die Informationspolitik der Stadt. Ihre vor mehr als einer Woche der Gebäudewirtschaft zugesendete Fragen habe die Stadt bis heute nicht beantwortet, nicht einmal den Eingang der Fragen bestätigt. „Ich bin erst zufrieden, wenn alle Untersuchungen abgeschlossen sind“, sagt die Elternratsvorsitzende, die anmahnt, dass die Stadt schneller hätte reagieren und die Sorgen der Lehrer und Mitarbeiter in der Schule und Eltern ernster hätte nehmen müssen. „Das dauert alles zu lange“, sagt sie.

Nächste Proben wegen Asbestgefahr werden am Montag entnommen

Tatsächlich hat die Stadt mittlerweile bestätigt, dass bei Bohrungen in Wänden bereits am 28. Juni Asbest gefunden worden war. Das war noch vor den Sommerferien. „Die ersten Materialproben wurden bewusst vor den Schulferien entnommen, damit in den Sommerferien mit dem Wanddurchbruch begonnen werden kann“, teilt Stadtsprecher Sebastian Kattler mit und fügt hinzu, dass das Gutachten ein Arbeitspapier sei, das der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung gestellt werde.

Schulleiterin Esther Tönsing erfuhr nach eigener Darstellung erst nach den Ferien von dem Fund, zu dem die Stadt mitteilt: „Der Asbestgehalt wurde nicht quantifiziert, da dies für das weitere Vorgehen nicht notwendig ist.“ Asbest, bis in die 1970er-Jahre als Dämmstoff eingesetzt, gilt als krebserregend.

Laut Heyna hat der von der Stadt hinzugezogene Sachverständige den Fund als minimal eingestuft. Eine Unbedenklichkeitserklärung habe er aber nicht abgegeben. Allerdings seien weitere Untersuchungen in Aussicht gestellt worden. Die Stadt plant nach Aussage Kattlers, die nächsten Proben am Montag, 2. September, in der Bücherei und im Klassenraum 2 zu entnehmen. Je nachdem, wie das Ergebnis ausfällt, seien auch Raumluftmessungen angedacht, so Heyna.

Von Joachim Dege

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