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Region Burgdorf Nachrichten Tafel hat ein neues Lager gefunden
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00:17 03.04.2019
Die stellvertretende Tafel-Vorsitzende Manuela Haacke (von links) und die beiden Lagerverwalterinnen Doris Regenhardt und Petra Seffer vor dem neuen Lager. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

Der Trägerverein der Burgdorfer Tafel hat mit der ehemaligen Hausmeisterwohnung der Pausewang-Grundschule in der Südstadt unweit des als Ausgabestelle fungierenden Paulus-Kirchenzentrum ein neues Lager gefunden und bezogen. Zur Einweihungsfeier am Sonnabend kamen Sponsoren, freiwillige Helfer und drei Bürgermeisterkandidaten.

Die Burgdorfer Tafel hilft jedes Wochenende bis zu 600 Menschen mit der Weitergabe von Lebensmitteln. Quelle: Joachim Dege

„Eine Schande, dass es uns geben muss“

„Es ist gut, dass es uns gibt. Es ist aber eine Schande, dass es uns geben muss.“ Mit diesen Worten beschrieb der Vorsitzende der Tafel, Thomas Wortmann, die Armut in der Stadt und das Wirken seiner Organisation. Laut Wortmann sorgt die Tafel Sonnabend für Sonnabend dafür, dass bis zu 600 auf staatliche Transferleistungen angewiesene Menschen und deren Angehörige Lebensmittel und anderes mehr erhalten, damit sie im Alltag über die Runden kommen.

Neue Bleibe um die Ecke gefunden

Jahrelang war die 2002 ins Leben gerufene Tafel in Immobilien der Familie Malik am Rubensplatz mit ihrem Lager untergebracht – und zwar stets kostenfrei, wie Wortmann dankbar hervorhob. Als sich für die Immobilienbrachen neue Mieter fanden, musste sich die Tafel nach einer anderen Bleibe umschauen. Sie fand sie quasi um die Ecke in der leer stehenden ehemaligen Hausmeisterwohnung der Pausewang-Schule. Diese konnte sie Anfang dieses Jahres von der Stadt anmieten und muss dort laut Vorstandsmitglied Manuela Haacke lediglich Nebenkosten entrichten.

Das Herzstück im neuen Lager: Die neue Kühlanlage hat die Tafel etwas mehr als 10.000 Euro gekostet. Quelle: Joachim Dege

Sponsoren machen Kauf neuer Kühlanlage möglich

12.000 Euro nahm die Tafel in die Hand, um die neuen Räume herzurichten und an ihre speziellen Bedürfnisse anzupassen. Das Geld stamme aus dem Spendentopf der Tafel sowie von großzügigen Sponsoren, darunter eine große Versicherung, etliche Burgdorfer Firmen und die Familie Gessert als Privatmäzen. Ihnen allen sprach Wortmann seinen Dank auch im Namen der Bedürftigen aus. Denn nur mithilfe dieser Zuwendungen habe sich die Tafel für 10.000 Euro eine neue Kühlanlage kaufen und in ihr neues 104 Quadratmeter großes Lager einbauen lassen können. Neue Regale überließ das Einzelhandelsunternehmen Cramer nach dem Umbau des E-Centers an der Weserstraße der Tafel. Mitglieder des Trägervereins investierten weitere 180 Arbeitsstunden in die Renovierung der ehemaligen Hausmeisterwohnung an der Grünewaldstraße 1. Dabei habe ein Dienstleistungsunternehmen die Tafel in Hygienefragen professionell beraten.

Das Einzelhandelsunternehmen Cramer überlies der Tafel ausrangierte Regale zur Lagerung von Lebensmitteln. Quelle: Joachim Dege

Drei Bürgermeisterkandidaten kommen

Wie nun alles geworden ist, davon überzeugte sich am Sonnabendnachmittag nicht nur ein großer Teil der zurzeit 60 aktiven Helfer der Tafel-Ausgabe. Auch drei Bürgermeisterkandidaten verschafften sich einen Eindruck. Wortmann, Haacke und die beiden für die Lagerverwaltung zuständigen Doris Regenhardt und Petra Scheffer führten die Ratsmitglieder Matthias Paul, Armin Pollehn und Rüdiger Nijenhof durch das Lager, bevor es sich alle gemeinsam bei Bratwurst und einem Glas Sekt zum Anstoßen gut gehen ließen.

Von Joachim Dege

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