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Nachrichten TSV-Anbau entsteht ab August – Aber Finanzierung hat noch Lücken
Region Burgdorf Nachrichten TSV-Anbau entsteht ab August – Aber Finanzierung hat noch Lücken
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18:32 31.07.2019
Claus-Peter Schade (links) und Dirk Bierkamp planen den Anbau und suchen parallel noch finanzielle Förderer. Quelle: Antje Bismark
Burgdorf

Für 400.000 Euro planen die Fußballer der TSV Burgdorf einen neuen Trakt mit sieben Kabinen und drei Duschen – und auch wenn die Finanzierung nicht vollständig steht, gehen Vereinschef Dirk Bierkamp und sein Stellvertreter Claus-Peter Schade von einem Baustart Mitte August aus. Eine weitere Verzögerung kann sich der Verein auch nicht leisten, weil er sonst den finanziellen Zuschuss vom Landessportbund riskiert.

Die Notwendigkeit des neuen Anbaus an das jetzige Tribünengebäude zeigen die beiden Vorstandsmitglieder bei einem Rundgang durch die bestehenden Räume. In den Duschen unterhalb des Jugendtreffs an der Sorgenser Straße wächst auf Fugen und Fliesen der Schimmel, teilweise fehlt die Farbe an der Decke, der Putz bröckelt hinter den inzwischen abmontierten Heizungen. „Die Stadt hat zwar eine Entlüftungsanlage eingebaut, doch die funktioniert nur bedingt“, sagt Schade beim Gang durch die vier Kabinen und zwei Duschräume. Auch regelmäßiges Lüften helfe nicht gegen den Schimmelbefall, ergänzt Bierkamp.

In den Duschräumen wächst der Schimmel auf Fugen und auf Fliesen. Quelle: Antje Bismark

Schimmel und räumliche Enge in Kabinen und Duschräumen

Seinen Angaben zufolge zählt der TSV-Fußball-Bereich rund 400 Mitglieder, davon spielen 170 in Kinder- und Jugendmannschaften. „Die Nachfrage ist zum Glück seit Jahren leicht steigend“, sagt Bierkamp und fügt hinzu, sie sei zum Teil so groß, dass der Verein keine Neuzugänge in den Bambini-Teams mehr aufnehmen könne. Insgesamt 17 Mannschaften trainieren bei der TSV, und vor allem bei Spielen an den Sonnabenden reiche die jetzige Raumkapazität nicht mehr aus, nennt er den zweiten Grund für den geplanten Anbau.

Der dritte ergebe sich aus der Distanz zwischen Tribünengebäude mit Clubraum und Umkleiden. „Die Spieler kommen gerade bei Dunkelheit nach dem Duschen und Umziehen nicht mehr zurück, sondern bleiben dann in den Umkleiden oder fahren gleich nach Hause“, sagt Bierkamp. Seiner Einschätzung nach leidet darunter das Vereinsleben, weil die Zusammengehörigkeit nicht mehr besteht. Seit drei Jahren verfolgen er und Schade deshalb die Idee des neuen, 240 Quadratmeter großen Traktes.

Einst hingen Heizkörper an dieser Wand, nun bröckelt dort der Putz. Quelle: Antje Bismark

„Superbaustein“ soll die Finanzierung sichern

Nach Gesprächen mit Verwaltung und Politik können die TSV-Fußballer nun mit einem Zuschuss von 100.000 Euro aus dem städtischen Etat rechnen, weitere 100.000 Euro kommen von Regions- und Landessportbund. Voraussetzung: Mindestens der Rohbau muss in diesem Jahr noch stehen. Und auch mit geplanten Eigenleistungen – zum Beispiel übernimmt der Kassierer das Maurern – klafft noch eine Finanzierungslücke, die der Verein möglichst ohne Kredit schließen möchte. Dazu schreiben Bierkamp und Schade jetzt außer Mitgliedern und Sponsoren auch andere Unternehmen in der Stadt an und bieten allen die Möglichkeit, einen „Superbaustein“ für 200 oder 250 Euro in diesem und im nächsten Jahr zu erwerben.

„Wir wollen so viele Menschen wie möglich mobilisieren“, sagt Bierkamp, nach dessen Angaben die TSV-Fußballer noch einen hohen fünfstelligen Betrag für das Tribünengebäude abzahlen müssen. Deshalb wollen die Aktiven vermeiden, einen erneuten Kredit aufzunehmen. Die Akquise der Geldgeber beginnt mit dem 1. August, parallel mit dem Bodengutachten.

Mitte August starten die Bauarbeiten

Für Mitte August stehen der Aushub für die Bodenplatte, die bis September gegossen werden soll, und das Verlegen der Versorgungsleitungen an. Danach kommen die Maurer, die weiteren Gewerke sollen zügig folgen. „Bis zur nächsten Saison soll der Anbau stehen“, gibt Schade den Zeitplan vor. Im Anschluss übernimmt der Jugendtreff die bisherigen Räume, die dann saniert werden müssen. Die TSV-Fußballer wiederum haben mit der Stadt Burgdorf einen neuen Pachtvertrag auszuhandeln, denn: „Im Gegensatz zu anderen Vereinen gehören uns die Gebäude nicht, sondern der Stadt“, sagt Bierkamp.

Von Antje Bismark

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