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Region Burgdorf Nachrichten Zu Besuch bei der „Chefin von Deutschland“
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12:40 08.01.2019
Gruppenbild mit Kanzlerin: Finn Klüsener (von links), Leonidas, Lucius, Lilith, Anne-Kathrin Albert, Hendrik Hoppenstedt und zwei Vertreter der Kirchen im Hintergrund. Quelle: Ralf Adloff
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Burgdorf/Sorgensen

Die vier jungen Sternsinger der St.-Nikolaus-Gemeinde sind zurück aus Berlin. „Wir sind zwar alle k.o., aber glücklich“, berichtet Anne-Kathrin Albert, die das Quartett zum Empfang beim Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin begleitet hat. Für den 15-jährigen Finn Klüsener sowie Leonidas (10), Lilith (7) und Lucius (5) Albert war der Besuch ein tolles Erlebnis. In der Rede der Kanzlerin habe Lucius besondere Beachtung gefunden, weil er sich schon in so früh engagiere, erzählt Anne-Kathrin Albert, die mit ihrer Familie in Sorgensen wohnt. Lucius war mit seinen fünf Jahren der mit Abstand jüngste Teilnehmer des Sternsinger-Empfangs, zu dem jedes Bistum in Deutschland traditionell eine Gruppe entsendet. Die Burgdorfer vertraten das Hildesheimer Bistum.

Wie das bei kleinen Kinder ist, sie haben viele Fragen und sind unbekümmert genug, sie auch zu stellen. Da ist der fünfjährige Lucius keine Ausnahme. Seine Mutter berichtet von folgender Szene: Beim Aufstellen für das gemeinsame Foto mit der Kanzlerin hatte Lucius auch gleich eine Frage an Angela Merkel: „Bist du die Chefin von Deutschland?“ Merkel antwortete: „Ja, ich bin die Chefin von Deutschland.“ Daraufhin wollte Lucius wissen: „Warum?“ Merkel wandte sich daraufhin an ihren Staatsminister Hendrik Hoppenstedt aus Burgwedel, der selbst zweifacher Vater ist: „Das darfst du ihm jetzt mal erklären.“ Das habe er dann auch gern getan. „Anschließend durften wir den Segen über der Tür seines Büros im fünften Stock anbringen – selbstverständlich gegen eine großzügige Spende“, berichtet Albert.

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Auch der Opa der Kinder kann zufrieden sein. Denn dieser hatte laut Albert ganz gespannt auf die Tagesschau gewartet, um zu sehen, ob er seine Enkelkinder unter den 108 Sternsinger entdeckt. Das war kein Problem: Denn sowohl in der Tagesschau als auch in den Tagesthemen war die Sternsinger-Gruppe aus Burgdorf die Hauptbildeinstellung des Berichts über den Sternsinger-Empfang in Berlin.

Nach dem Ausflug nach Berlin – losgefahren war die Gruppe Sonntagmittag – geht es laut Albert mit dem Singen und Spendensammeln in Burgdorf weiter. Insgesamt 23 Kinder besuchen in diesen Tagen Familien und öffentlichen Einrichtungen in der Stadt, um die Häuser und Wohnungen zu segnen und Geld für behinderte Kinder in Peru zu sammeln. Am Sonntag, 13. Januar, 11 Uhr, wird dann beim Kirchweihfest die Rückkehr der Sternsinger gefeiert.

Von Anette Wulf-Dettmer