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Nachrichten Stadtplaner wirbt für Gewerbegebiet light in Sorgensen
Region Burgdorf Nachrichten Stadtplaner wirbt für Gewerbegebiet light in Sorgensen
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19:28 25.08.2019
Blick auf die Fläche am Südrand Sorgensens vom Plantagenweg aus, die die Stadt auf ihre Eignung für ein Gewerbe- und Wohngebiet untersuchen lassen will. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Burgdorf

Bei der Entwicklung von künftigen Gewerbegebieten scheint sich der Wind zu drehen. Die harte Ablehnungsfront beginnt zu bröckeln. Anders noch als während der Beratungen der Baupolitiker des Rats, die deutlich unter dem Eindruck des von drei Dörfern artikulierten Widerstands standen, empfahlen die Wirtschaftspolitiker, doch vier statt drei mögliche Flächen auf deren Eignung hin untersuchen zu lassen. Damit ist auch Sorgensen wieder im Rennen.

Vom „St.-Florians-Prinzip“, das der CDU-Ratsherr Robert Apel bei der gemeinsamen Sitzung der Ortsräte und des Bauausschusses Mitte August ausgemacht haben wollte, war jedenfalls im Wirtschaftsausschuss des Rates am Donnerstagabend nichts zu spüren. Im Gegenteil: Dort herrschte Einigkeit, dass die klamme Stadt sich tunlichst neue Einnahmequellen verschaffen sollte, wofür Gewerbeentwicklungsflächen unverzichtbar seien.

Stadtplaner rät, Sorgensen nicht auszuschließen

Stadtplaner Jan-Hinrich Brinkmann machte im Wirtschaftsausschuss deutlich, dass es nicht darum geht, Gewerbegebiete zu beschließen. Vielmehr wolle die Stadt zunächst nur denkbare Standorte auf deren Eignung untersuchen lassen. Das sei teuer, weshalb die Stadt den dafür eingerichteten Fördertopf bei der Region Hannover anzapfen wolle. Zudem legte der Planer den Ratmitgliedern ans Herz, den im Rathaus als potenziell geeignet eingestuften Standort Sorgensen nicht von vornherein durchs Raster fallen zu lassen.

Sorgensen hatte die Mehrheitsgruppe von SPD, WGS, Grünen und Freien Burgdorfern im Bauausschuss noch als Gewerbestandort ausgeschlossen, weil sie dort lieber Wohnhäuser gebaut sehen wollte. Auf Anregung Brinkmanns aber soll Sorgensen als Alternative zu einem Gewerbepark nördlich der Bundesstraße 188 bei Schillerslage nun doch untersucht werden. Überhaupt dächten die Stadtplaner im Rathaus bei Sorgensen eher an eine Art Gewerbegebiet light mit Neubaugebietspuffer und Grüngürtel als Abgrenzung zur vorhandenen Wohnbebauung. Mit Ehlershausen und Beinhorn wären somit vier Potenzialflächen zu begutachten. Dafür könne die Stadt von der Region einen Zuschuss in Höhe von maximal 100.000 Euro erwarten.

Ratsherr Apel: „Wir werden klüger, nicht ärmer“

Die Gutachten sollen mehrere Parameter unter die Lupe nehmen: Mit welchem Verkehrsaufkommen ist an den Standorten zu rechnen, wenn sich dort Gewerbe ansiedelt? Welche Auswirkungen hätte das Gewerbe auf die Natur und die Landschaft? Entsteht Lärm und wenn ja, wie viel? Ein Bodengutachten soll schließlich belastbare Informationen liefern darüber, wie es um die Versickerung von Oberflächenwasser bestellt ist, und ob das gegebenenfalls Auswirkungen auf die Trinkwassergewinnung in Burgdorf hätte. „Wir werden klüger, nicht ärmer“, warb Apel für die Gutachten an vier Standorten.

Zuerst ließ Lukas Kirstein von den Freien Burgdorfern erkennen, dass er die Bedenken mit Blick auf Sorgensen nicht länger teilt. Dann rückte auch Hans-Dieter Morich (SPD) von der ablehnenden Haltung der Mehrheitsgruppe ab und plädierte dafür, Sorgensen ebenfalls untersuchen zu lassen. Am Ende gab es ein klares Votum für Ehlershausen, Beinhorn und Nordwest/Schillerslage. Gegen Sorgensen stimmte lediglich die Grüne Anne Frick, die selbst in dem Dorf wohnt, Kirstein enthielt sich der Stimme. Der Ausschussvorsitzende Barthold Plaß (CDU), den den Reiterhof Wolfskuhlen betreibt, erklärte sich bei Schillerslage für befangen und stimme über diesen Standort nicht mit ab.

Der Verwaltungsausschuss der Stadt hat nun am 10. September das letzte Wort in der Sache.

Von Joachim Dege

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