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Nachrichten Stadtführung erinnert an einstige Konservenfabrik
Region Burgdorf Nachrichten Stadtführung erinnert an einstige Konservenfabrik
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09:45 20.07.2019
Zwei Lastwagen der Konservenfabrik parken vor dem ehemaligen Bürogebäude, das noch an Ort und Stelle erhalten geblieben ist. Quelle: Foto: privat
Burgdorf

Heute zeugen nur noch das Bürogebäude, der Wasserturm und die Konservenlager von der ehemaligen Konservenfabrik an der Gartenstraße. Fast 80 Jahre lang wurden auf dem Gelände Spargel-, Erbsen-, Bohnen-, Karotten- und Pilzkonserven hergestellt, die in ganz Europa vermarktet wurden. Mit der Eröffnung im Jahr 1892 setzte Gründer Ludwig Warnecke einen wirtschaftlichen Meilenstein: Schnell wurde der Betrieb zur größten Konservenfabrik Deutschlands und machte die Stadt Burgdorf weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt.

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Deshalb gab es auf der Titanic Spargel aus Burgdorf.

Die Geschichte der Konservenfabrik lässt das Stadtmarketing Burgdorf (SMB) noch einmal Revue passieren. Unter dem Motto „Auf den Spuren der Burgdorfer Konservenfabrik“ können Interessierte mit Stadtführer Christoph Adolph das ehemalige Industriegelände in einem öffentlichen Stadtrundgang genauer erkunden. Der startet am Spittaplatz. Von dort aus geht Adolph mit den Teilnehmern zum früheren Fabrikgelände, das sich fast über den gesamten Bereich zwischen Garten-, Wallgarten- und Heinrichstraße sowie dem Bahngelände erstreckte.

„Spargelmädchen“ füllen Konserven ab

Zu Saisonzeiten waren bis zu 1000 Arbeitskräfte in der Konservenfabrik tätig. Viele von ihnen kamen aus Burgdorf. Unter dem Namen „Spargelmädchen“ bekannt geworden, sind auch die Frauen, die extra für die Spargelernte anreisten. Diese wurden unter anderem in Wohnhäusern untergebracht, die in unmittelbarer Nähe zum Fabrikgelände lagen. Dass an der Gartenstraße vor fast 50 Jahren einmal eine Konservenfabrik stand, ist heute kaum noch erkennbar. Inzwischen befinden sich auf dem Areal zahlreiche Ein- und Mehrfamilienhäuser. Auch die Neuapostolische Kirche hat auf dem ehemaligen Fabrikgelände ihren Sitz bezogen.

Langnese-Iglo-Konzern schließt den Betrieb am 30. Juni 1971

Die Ära der Burgdorfer Konservenherstellung endete am 30. Dezember 1971. Der international zunehmende Konkurrenzdruck wurde zu stark und veranlasste die Firmenleitung, in Verkaufsverhandlungen mit dem Langnese-Iglo-Konzern zu treten. Doch nur zwei Jahre nach der Übernahme musste die Konservenfabrik aufgrund von Rentabilitätsgründen endgültig ihre Werktore schließen. Geblieben sind zumindest einige Bilder, die an die Wirtschaftsgeschichte des Unternehmens erinnern, sowie Erzählungen von Burgdorfern, die lange Zeit in der Fabrik gearbeitet haben.

Information: Die Stadtführung am Sonntag, 4. August, beginnt um 14 Uhr auf dem Spittaplatz. Ab sofort gibt es Teilnehmerkraten bei Bleich Drucken und Stempeln, Braunschweiger Straße 2, und unter Telefon (05136) 8162.

Von Laura Beigel

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