Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten 250 kommen zu Gedenkandacht nach tödlichem Unfall
Region Burgdorf Nachrichten 250 kommen zu Gedenkandacht nach tödlichem Unfall
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 28.11.2018
An der Unfallstelle erinnern Kerzen, Blumen, Briefe an das getötete Mädchen. Quelle: Rainer_Droese
Anzeige
Burgdorf

Das Entsetzen und die öffentliche Trauer um eine 16-Jährige halten auch Tage nach dem Unfall am Freitagmorgen an: An der Kreuzung Vor dem Celler Tor/Gartenstraße haben Mitschüler und Freunde nur Stunden nach dem Unfall ungezählte Kerzen aufgestellt, ihre Briefe hinterlegt und Blumensträuße zur Erinnerung aufgestellt. Am Sonnabend nahmen Angehörige und Freunde, Bekannte und Mitschüler an einer Gedenkandacht in der St.-Pankratius-Kirche teil. Für den Montagmorgen bereiten Pastoren aus dem Stadtgebiet eine Andacht in der Realschule vor, die die Jugendliche besuchte.

Sie war am Freitag auf dem Weg zum Unterricht, als ein Lastwagenfahrer, der mit seinem Sattelzung von der Straße Vor dem Celler Tor in die Gartenstraße einbiegen wollte, die Radfahrerin übersah. Sein Wagen erfasst die Schülerin, die noch an der Unfallstelle an ihren schweren Verletzungen starb.

Anzeige

Realschüler erhalten psychologische Hilfe

Während in sozialen Medien zeitnah darüber spekuliert wurde, ob die dort eingerichteten Fahrradschutzstreifen zu einer Unfallhäufung geführt hatten, kümmerten sich Seelsorger um die Realschüler, bei denen sich die Nachricht vom Tod ihrer Klassenkameradin sehr schnell verbreitet hatte. „Wir erhielten später noch Unterstützung von Fachleuten der zuständigen Behörde“, sagt Pastor Matthias Paul, der mit Pastorin Friederike Grote die ersten Gespräche führte.

Realschulleiter Kai Klinge weist darauf hin, dass die Landesschulbehörde sich auch in den nächsten Tagen um das Thema kümmern werde. Für die Realschüler beginnt an diesem Montag die Unterrichtswoche mit einer Andacht zum Gedenken an die 16-Jährige im Schulgebäude am Berliner Ring, auch in den folgenden Tagen sollen die Schüler eine psychologische Unterstützung erhalten.

250 Trauernde kommen am Sonnabend zur Gedenkandacht

Bereits am Sonnabend nahmen an einer Gedenkandacht in der St.-Pankratius-Kirche etwa 250 Trauernde teil, wie Pastor Valentin Winnen sagt. Seinen Angaben zufolge hatte sich die 16-Jährige aktiv in der Kirchengemeinde engagiert. „Viele aus der Gemeinde haben einen Raum für ihre Trauer gesucht“, sagt der Theologe. Die Diakoninnen Wanda Gödeke und Carolin Singer bereiteten deshalb mit Pastor Winnen die Andacht vor – zunächst für einen kleinen Kreis. „Wir haben aber sehr schnell festgestellt, dass die Anteilnahme mit den Eltern und den beiden jüngeren Geschwistern sehr groß ist“, sagt der Pastor, nach dessen Angaben nicht nur Gleichaltrige, sondern auch Ältere und Familien mit kleinen Kindern die Andacht besucht haben – um gemeinsam zu trauern. „Wenn wir Bedarf sehen, dann werden wir auch in den nächsten Tagen unsere Unterstützung anbieten“, sagt der Geistliche und bezieht dies neben der Realschule auch auf die Kita Fröbelweg, die sich in unmittelbarer Nähe des Unfallortes befindet und die die Geschwister bis vor kurzem besucht haben.

Von Antje Bismark