Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Stadt führt Notfall-Orientierungssystem ein
Region Burgdorf Nachrichten Stadt führt Notfall-Orientierungssystem ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:16 29.03.2019
Nach solchen Notfallplaketten, angebracht beispielsweise an Bänke wie hier am Alten Jagdsteg im Stadtpark, sollten Ersthelfer zukünftig Ausschau halten. Quelle: Laura Beigel
Anzeige
Burgdorf

Kleine, rechteckige Metallplaketten sollen zukünftig im Stadtgebiet helfen, Leben zu retten. Die an Bänken, in Schutzhütten und an eigens aufgestellten Rohrpfosten befestigten Schilder sind Teil des neuen Notfall-Orientierungssystems. Zu jedem der 325 Rettungspunkte sind die geografischen Koordinaten hinterlegt, die den Einsatzkräften in einer Notfallsituation den Unfallort und den günstigsten Anfahrtsweg mitteilen sollen. Dafür nennt der Ersthelfer einfach die entsprechende SOS-Nummer, die in die Schilder eingraviert ist. Zu finden sind die Plaketten im gesamten Stadtgebiet sowie in den umliegenden Ortschaften. Ausgenommen sind bisher Friedhöfe und Schulhöfe.

Zwei Drittel der Schilder seien bereits angebracht worden, berichtete Claudia Vollmert von der städtischen Tiefbauabteilung bei der Präsentation der SOS-Punkte am Donnerstag. Bis Ende April, schätzt sie, seien alle SOS-Nummern an ihrem Platz. „Wir wollten die Nummern an so vielen Bänken wie möglich anbringen, damit ein hoher Wiedererkennungswert besteht“, sagte Initiator René Arand. Als beratendes Mitglied der SPD-Fraktion hatte er die Mehrheitsgruppe im Rat nach einigen Anläufen vom Notfall-Orientierungssystem überzeugen können. Vorbild ist die Insel Borkum, von wo Arand die Idee mitgebracht hatte. „Das Projekt war lange Zeit eine Ein-Mann-Show“, erinnerte sich Bürgermeister Alfred Baxmann. Am Ende habe sich die Hartnäckigkeit von Arand ausgezahlt.

Anzeige
Werbeagentur-Inhaberin Alexandra Kirsch (v. li.), Stadtsparkassenvorstand Heiko Nebel, Initiator René Arand, Bürgermeister Alfred Baxmann und Claudia Vollmert von der Tiefbauabteilung im Rathaus präsentieren das neue Notfall-Orientierungssystem. Quelle: Laura Beigel

„Wenn die SOS-Nummern einmal in Anspruch genommen werden, hat sich das Projekt gelohnt“, sagte Heiko Nebel, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Burgdorf. Das Bankhaus finanziert das Projekt als Sponsor. Mit ausgelegten Flyern will die Stadt für das Notfall-Orientierungssystem werben. Damit Bürger erfahren, wo der nächstgelegene Rettungspunkt zu finden ist, sollen die Koordinaten alsbald zudem in der kostenlosen Handy-App „Hilfe im Wald“ eingetragen werden.

Von Laura Beigel