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Region Burgdorf Nachrichten Maximaler Lärmschutz für Bahnanlieger
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00:16 29.01.2019
Armin Goldbach (rechts) und Staatsminister Hendrik Hoppenstedt informieren über den aktuellen Stand zur Alpha-E-Trasse. Quelle: Antje Bismark
Otze

Maximalen Lärmschutz hat Hendrik Hoppenstedt, CDU-Bundestagsabgeordneter und Staatsminister im Kanzleramt, den Anwohnern der Bahnstrecke Lehrte-Ehlershausen für die Alpha-E-Trasse zugesagt. Bei einem Besuch der Bürgerinitiative Otze Schiene (BIOS) in Otze verwies er darauf, dass normalerweise nur Anlieger von neuen Bahnstrecken den übergesetzlichen Lärmschutz erhielten. Jene an bestehenden Routen hätten lediglich Anspruch auf weniger strenge Maßnahmen.

„Aber“, sagte der Bundespolitiker im vollbesetzten Altenteilerhaus, „da Sie garantiert mehr Züge auf Ihrer Strecke bekommen, verspreche ich Ihnen, dass Sie das Maximale kriegen, was es gibt.“ Spätestens seit Stuttgart 21 habe der Bund verstanden, dass bestimmte Infrastrukturprojekte sich nur mit und nicht gegen die Menschen realisieren ließen. In diesem Punkt stimme er mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Caren Marks überein, die BIOS nach Aussage des Vorsitzenden Armin Goldbach im Frühjahr einladen will. Eine so klare Zusage des besten Lärmschutzes freue ihn, sagte er nach dem Gespräch.

Bios kündigt für 2019 eine weitere Zählung an

Gleichwohl betonte er, dass BIOS weitere Aufgaben angehen müsse. „Zunächst haben wir uns auf Lärmschutz und Lärmvermeidung wie leisere Züge konzentriert“, sagte Goldbach. Beide Themen stünden nicht mehr so unter Druck. Zum einen habe Hoppenstedt nun ein Versprechen gegeben, zum anderen rüste die Bahn bis Dezember 2020 ihre Waggons mit Flüsterbremsen um. Dass das Unternehmen mit seiner Tochter DB Cargo im Plan liege, hatte Hoppenstedt am Freitagabend bestätigt. „Wir können die Umrüstung bereits anhand unserer Daten nachvollziehen“, sagte auch der Bios-Vorsitzende, der für 2019 eine weitere 24-Stunden-Zählung von Zügen, Schließzeiten und querenden Fahrzeugen und Personen ankündigte.

Burgdorf muss Antrag für Tunnel oder Brücke stellen

Als wichtigste Aufgabe der nächsten Monate sehen Goldbach und seine Mitstreiter nun, dass die Stadt Burgdorf den entsprechenden Antrag für den Bau eines „höhenungleichen“ Bahnübergangs in Otze und Ehlershausen stellt. Das kann nach Aussage des Staatsministers entweder ein Tunnel oder eine Brücke sein. Er dankte den Otzern und Ehlershäusern für ihre Zählungen, die verlässliche Daten ergäben und damit zu einer Versachlichung der Diskussion beitrügen. Die Freiwilligen hatten im August 2018 unter anderem ermittelt, dass die Schranken in Otze mehr als fünf Stunden am Tag geschlossen sind. In Ehlershausen waren es sogar 7,5 Stunden. Bei prognostizierten 239 Zügen am Tag rechnet BIOS mit geschlossenen Schranken in Otze von fast sieben Stunden, in Ehlershausen mit fast zehn Stunden.

Um den Antrag für einen Tunnel oder eine Brücke als Bahnübergang voranzutreiben, wollen BIOS und Hoppenstedt im Schulterschluss die von der Bahn bislang nicht vorgelegten Zugzahlen für 2030 mit Nachdruck einfordern. „Ich kümmere mich drum“, versprach Hoppenstedt, der die Verzögerung als „großes Ärgernis“ bezeichnete. Parallel dazu wolle er für die Aktiven im Gespräch mit der Stadt bleiben, die als Straßenbaulastträgerin den Antrag stellen muss. Zudem wolle er prüfen lassen, wie hoch der Anteil der Stadt nach dem Eisenbahnkreuzgesetz sein werde. „Ganz klar ist, dass die Kommune sich mit einem überschaubaren Anteil beteiligen muss“, sagte Hoppenstedt – schließlich verbessere sich damit eine schon jetzt katastrophale Situation der Schließzeiten. Diese Einschätzung teilte auch Alt-Ortsbürgermeister Carl Hunze: „Burgdorf sollte den Antrag jetzt stellen, damit wir nicht außen vor bleiben“, sagte er.

Goldbach will diese Informationen nun mit in eine Informationsveranstaltung der Deutschen Bahn am 4. Februar und am 29. März in den Runden Tisch Ost-Hannover.

Von Antje Bismark

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