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00:17 03.12.2018
Die IGS braucht Räume. Die Stadt plant darum einen Neubau. Quelle: Dege (Archiv)
Burgdorf

Über nichts weniger als die Zukunft der IGS haben Burgdorfs Kommunalpolitiker nächste Woche zu entscheiden. Der Schul- und der Bauausschuss des Rates kommen am Dienstag, 4. Dezember, im Schloss zusammen, um öffentlich darüber zu beraten, ob ein Totalunternehmer zum Festpreis oder die Stadt selbst den geplanten Neubau errichten soll. Außerdem fällt dort die Vorentscheidung, ob die Schule eine Oberstufe einrichten darf. Das letzte Wort hat am 13. Dezember der Rat.

Der IGS-Neubau wird die schon jetzt mit 38 Millionen Euro verschuldete Stadt nach eigener Schätzung 57 Millionen Euro kosten. Weil die Stadt allein im Schulbereich auch noch einen Neubau für die Gudrun-Pausewang-Grundschule (16 bis 20 Millionen Euro) und einen Grundschulanbau mit Turnhalle und Kita-Erweiterung in Otze (knapp elf Millionen Euro), weitere Kita-Neubauten, die Zusammenlegung ihrer Bauhöfe (neun Millionen Euro) und die Sanierung der Rathäuser (5,25 Millionen Euro) stemmen muss, ist das Projekt hoch umstritten. Kritiker befürchten, dass sich die Stadt finanziell übernimmt. Der Bürgermeister-Kandidat Armin Pollehn (CDU) hat bereits vorgeschlagen, den IGS-Bau erst einmal zurückzustellen. Die Stadtverwaltung mit Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD) an der Spitze schlagen indessen vor, das Millionenprojekt anzugehen und stattdessen die Grundschulvorhaben und das Kitaprojekt in Ehlershausen zu verschieben.

Die IGS-Elternvertretung wünscht den Neubau auf dem Acker gegenüber der Keksfabrik Parlasca in der Nordstadt dringend herbei und hofft zudem, dass die Stadt, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, die Oberstufe bei der Landesschulbehörde beantragen wird. In einer den Ratsfraktionen zugeleiteten Stellungnahme schreiben der Schulelternratsvorsitzende Jörg Fröhlich und seine Stellvertreterin Tanja Pietruschinski: „Wir Eltern nehmen mit großer Bestürzung zur Kenntnis, dass der Beschluss zum Neubau von verschiedenen Stellen wieder in Frage gestellt wird.“

Dabei dränge die Zeit. Schon für das Schuljahr 2017/18 habe es Übergangslösungen für die aktuell 551 Schüler in ihren 22 Klassen gebraucht, damit die fünften Klassen nicht auf der Straße stehen. Ein ganzer Jahrgang mit sieben Klassen werde bereits im Gebäude der ehemaligen Prinzhornschule unterrichtet. Nächstes Schuljahr werde ein weiterer Jahrgang dorthin umziehen müssen. Danach könnten – selbst ohne Oberstufe – nur noch kostspielige Container weiterhelfen, die auf dem Pausenhof aufgestellt werden müssten. Zu allem Überfluss seien sowohl die Räume in der ehemaligen Realschule, in der die IGS untergekommen ist, wie im Ausweichgebäude auf der anderen Straßenseite zu klein und für die IGS-Pädagogik mit ihren differenzierten Unterrichtsangeboten.

Für die Einführung der Oberstufe sieht die Stadtverwaltung die rechtlichen Voraussetzungen als gegeben an: Die geforderte Mindestschülerzahl von 54 pro Jahrgang im Sekundarbereich II werde laut Prognose für die Dauer von zehn Jahren erreicht, heißt es aus dem Rathaus. Der Schulelternrat argumentiert: „Eine Oberstufe würde die IGS attraktiver machen und die Entscheidung vieler Eltern bei der Schulauswahl erleichtern und somit spätere Schulwechsel und damit einhergehende Klassenteilungen vermeiden.“ Zurzeit, so ist von der IGS-Schulleitung zu hören, kämen viele Schüler zur IGS zurück, weil sie am Gymnasium nicht mithalten könnten.

Von Joachim Dege

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