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Nachrichten Wiederaufbau des historischen Forsthauses hat begonnen
Region Burgdorf Nachrichten Wiederaufbau des historischen Forsthauses hat begonnen
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00:23 17.06.2019
Das Fundament für den Wiederaufbau des historischen Forsthauses ist bereits gelegt. Quelle: Joachim Dede
Burgdorf

Der Försterberg nahe dem Kreisel am schwarzen Herzog gleicht zurzeit einer klaffenden Wunde im Stadtbild. Der Bauunternehmer Bisar Duran will sie heilen. Er will das historische Forsthaus, das vor einem Jahr niederbrannte, nach alten Plänen rekonstruieren und wieder aufbauen. Das Fundament ist bereits gelegt.

Wenn es nach Duran ginge, wäre er schon weiter. Er hatte das damals noch unter Denkmalschutz stehende Forsthaus Ende 2017 erworben und wollte es sanieren, bevor es in der Nacht zum 14. Juni vergangenen Jahres ein Fraß der Flammen wurde. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, konnte aber keinen Tatverdächtigen ermitteln. Was von dem 1680 errichteten Fachwerkgebäude nach dem Feuer zu retten war, ließ Duran konservieren. Ein Berg alter Balken liegt nummeriert am Fuß des Försterbergs und wartet auf den Einbau, sobald die geplante Rekonstruktion des Forsthauses in die Höhe wächst.

Die wiederverwendbaren Balken des infolge eines Brandes zerstörten historischen Forsthauses liegen nummeriert auf dem Grundstück am Försterberg. Quelle: Joachim Dege

Die freilich ist ein kompliziertes Unterfangen. Galt es doch zunächst, die Ruine behutsam abzutragen, wiederverwendbare Bausubstanz auszusortieren und zu sichern. Das Landesdenkmalamt und der Denkmalschützer der Stadt waren im Boot, um zu beurteilen, ob die Hausreste noch den Denkmalschutz-Status rechtfertigen. Die Frage ist beantwortet: Das Haus ist kein Denkmal mehr. Dennoch verpflichtete Duran sich gegenüber der Stadt zum originalgetreuen Wiederaufbau: „Das braucht Zeit. Wir machen Schritt für Schritt.“

Kein „heißer Abbruch“: Bauherr tritt Gerüchten entgegen

Weil lange nichts Sichtbares geschah, brodelte es in der Gerüchteküche – bis heute. Die einen wähnen einen „heißen Abbruch“ hinter dem Feuer, um sich teurer Denkmalschutzauflagen zu entledigen. Der Wiederaufbau komme ihn weit teurer zu stehen als die ursprünglich geplante Sanierung, hält Duran dagegen. Andere mutmaßten, das wenige Wochen nach dem Feuer gegebene Versprechen zum Wiederaufbau sei heiße Luft. Für die erste böswillige Behauptung gibt es nicht den Hauch eines Beweises. Die zweite ist mit Fakten widerlegt. Am Donnerstag dieser Woche reichte Duran einen Bauantrag ein, wie die Stadt bestätigt.

Stadt attestiert dem Bauherrn Akribie und Herzblut

Durans Pfund bei dem Projekt ist, dass der von ihm beauftragte Bauingenieur Karsten Gehrold wegen der 2017 genehmigten Sanierung Bestandspläne gezeichnet und bei den Behörden eingereicht hatte. Sie bilden die Grundlage des neuerlichen Bauantrags, den Bauamtsleiter Andreas Fischer „total klasse“ findet. Fischer lobt den Bauherrn: „Da haben wir jemanden, der mit Akribie und Herzblut bemüht ist, ein Gebäude mit gestalterischen Ansprüchen hinzustellen.“ Das Vorhaben orientiere sich stark am Altbestand, und zwar nicht nur äußerlich, sondern auch im Innenbereich.

Fehlender Bauantrag: Bauamt verhängt Baustopp

Duran zeigt sich derweil ungeduldig. Der Bauunternehmer hat bereits die Fundamente gießen lassen. „Für mich geht es darum, dass das Ding endlich auf die Beine kommt. Die Finanzierung steht“, sagt Duran. Nachbarn, die ihm nicht gesonnen seien, legten ihm allerdings Steine in den Weg, klagt er. Tatsächlich hat die Stadt nach den Fundamentarbeiten einen Baustopp verhängt, weil der Bauantrag noch nicht eingereicht war. Weitergehen könne es erst, wenn der Antrag genehmigt ist, stellt Bauamtschef Fischer klar, der mit Blick auf die Fassaden und Fensteröffnungen noch Abstimmungsbedarf sieht. Bis der Antrag durch sei, dauere es im Regelfall drei Monate, sagt Fischer: „Alle Augen von Burgdorf gucken darauf“, sagt er. Die Baupolitiker des Rates will er deshalb am kommenden Dienstag im Bauausschuss über den Stand des Vorhabens informieren.

Von Joachim Dege

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