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Region Burgdorf Nachrichten Gericht macht Wohnwagen-Hehler den Prozess
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17:06 26.04.2019
Am Landgericht in Hildesheim beginnt am Montag der Prozess gegen ein weiteres Mitglied der sogenannten Wohnwagenbande.
Am Landgericht in Hildesheim beginnt am Montag der Prozess gegen ein weiteres Mitglied der sogenannten Wohnwagenbande. Quelle: Joachim Dege
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Burgdorf

Sie stahlen hochwertige Wohnwagen – unter anderem in Burgdorf – und verschoben sie nach Belgien, um sie dort gewinnbringend zu verkaufen. Jetzt macht das zuständige Landgericht Hildesheim einem fünften Mitglied der sogenannten Wohnwagen-Bande den Prozess, nachdem es im November 2017 bereits drei Männer wegen schweren Bandendiebstahls zu Freiheitsstrafen von zwei Jahren und drei Monaten bis zu vier Jahren und zehn Monaten verurteilt hatte. Ein vierter Mann kam wegen einfachen Diebstahls mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten davon, ausgesetzt zur Bewährung.

Angeklagt ist jetzt ein 23 Jahre alter Mann. Bei diesem handelt es sich um einen gebürtigen Belgier, der mit internationalem Haftbefehl gesucht worden war und im Oktober vergangenen Jahres im Frankreich festgenommen werden konnte. Er sitzt seit November in Deutschland in Untersuchungshaft. Das Gericht hat drei Verhandlungstage angesetzt.

Die Strafverfolgungsbehörde wirft dem Mann vor, dass er bei seinen bereits verurteilten Komplizen ganz bestimmte Wohnwagenmodelle bestellt haben soll. Dabei soll es sich durch die Bank um teure Camping-Mobile gehandelt haben. Die Diebe machten sich daraufhin in Deutschland auf die Suche nach den Modellen, stahlen diese und überführten sie nach Belgien, wo der Angeklagte sie an Interessenten verkaufte.

Insgesamt ordnet die Staatsanwaltschaft der Bande sieben Diebstähle von Wohnwagen im Wert von 18.000 bis 35.000 Euro zu. Im Auftrag des Angeklagten sollen die Täter außer in Burgdorf und in Bissendorf auch in Nordrhein-Westfalen und in Schleswig-Holstein zugeschlagen haben. In Schwentinental bei Kiel schließlich ging die Bande der Polizei im Mai 2017 ins Netz.

Von Joachim Dege