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Nachrichten Förderschul-Neubau dient als Zukunftsmodell
Region Burgdorf Nachrichten Förderschul-Neubau dient als Zukunftsmodell
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12:04 15.08.2019
Dorothée Rhiemeier (rechts), Fachbereichsleiterin Schulen der Region Hannover, Schulleiter Thomas Stopper und seine Stellvertreterin Monika Böhlecke besprechen sich vor dem Areal unweit der Sorgenser Mühle, auf dem in fünf Jahren die neue Förderschule geistige Entwicklung stehen soll. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

Mit dem Neubau für die Schule am Wasserwerk (Förderschwerpunkt geistige Entwicklung) direkt neben der IGS in Burgdorfs Nordstadt geht die Region Hannover nach eigenem Bekunden neue Wege. Fachbereichsleiterin Dorothée Rhiemeier hat es jetzt als ein „Zukunftsmodell“ bezeichnet, die Förderschule künftig mit der allgemeinbildenden Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule unter einem Dach zu betreiben: „Das erleichtert gemeinsame pädagogische Konzepte“, sagte sie.

Dass die Region gemeinsame Sache macht mit anderen Schulträgern, werde Schule machen. Wo immer die Region Neubauvorhaben plane, werde diese künftig prüfen, ob diese zusammen mit den Trägern von Regelschulen zu verwirklichen seien, kündigte Rhiemeier an. Sie zeigte sich optimistisch, dass es an zwei Standorten in der Region zu Kooperationen wie in Burgdorf kommen werde. Wo das der Fall sein wird, will Rhiemeier mit Rücksicht auf ausstehende politische Beschlüsse noch nicht preisgeben. Die Region Hannover ist in Niedersachsen größter Förderschulträger.

Region und Stadt stimmen Großbauprojekt eng ab

Die Stadt Burgdorf, die gleich nebenan ihre neue IGS errichten wird und die Region Hannover planen ihre Neubauvorhaben gemeinsam. Sie wollen gemeinsam einen sogenannten Projektsteuerer beauftragen, der den Bau überwachen soll, und beide Schulen anschließend von einem Totalunternehmer errichten lassen. Zurzeit träfen sich die Baufachleute beider Verwaltungen wöchentlich zu Planungsgesprächen, um sich bei dem Großbauprojekt abzustimmen. Region und Stadt hätten zusammen eine Studie zur gemeinsamen Ausnutzung der Grundstücke beauftragt. Beide Schulträger bekunden die Absicht, dass die Sportanlagen, Teile des Geländes, die Mensa, die Aula und der Schulkiosk beiden Schulen zur Nutzung zur Verfügung stehen sollen.

Der Förderschulbereich kommt nach Darstellung von Rhiemeier auf eine Bruttogeschossfläche von 6000 Quadratmetern. Die Schule am Wasserwerk soll einen eigenen Pausenhof bekommen sowie ein Forum für Veranstaltungen, außerdem zehn Fachräume, 13 Therapieräume, 18 Klassenzimmer, ebenso viele Differenzierungsräume, vier Mehrzweckräume sowie Pflegebäder. „Das wird eine eigenständige Schule“, sagt Schulleiter Thomas Stopper.

Förderschüler können in fünf Jahren einziehen

Allein der IGS-Neubau wird nach Schätzung der Stadt voraussichtlich mehr als 50 Millionen Euro kosten. Die Region hält sich bei Aussagen über die eigenen Baukosten zurzeit noch bedeckt. Sicher ist laut Rhiemeier nur, dass der Förderschulbau einen zweistelligen Millionenbetrag verschlingen wird. Die Region rechnet mit der Fertigstellung zum Schuljahr 2024/25, also in fünf Jahren.

Die beiden Schulen sind im Gespräch, haben laut Stopper bereits einen Kooperationsvertrag geschlossen. Dieser sehe etwa vor, dass beide Einrichtungen bei Kultur- und Sozialprojekten zusammenarbeiten wollen, auch gemeinsame Arbeitsgemeinschaften anbieten. „Wir stehen im engen Austausch“, so Stopper. Die Schule am Wasserwerk besuchen zurzeit 120 Schüler, die dort in 18 Klassen von 69 Lehrern und pädagogischen Mitarbeitern betreut werden.

Die Pädagogik profitiert enorm vom Neubau

Stopper, der lange dafür kämpfte, dass das 1981 für damals sieben Klassen gebaute Schulgebäude erweitert und den tatsächlichen Bedürfnissen angepasst wird, zeigt sich froh, dass die Region den Neubau „nicht auf Knirsch“ plant, sondern für zwei zusätzliche Klassen Luft nach oben einplane. Pädagogisch bedeute der Neubau einen enormen Fortschritt. Kinder verbrächten weniger Zeitt damit, um zu den Außenstellen und zu notwendigen Therapien zu gelangen. Die angemieteten Trainingswohnungen, in denen die älteren Schüler auf ein Leben in Selbstständigkeit vorbereitet werden, dienten nicht länger auch als Klassenzimmer, sodass es im neuen Schulgebäude zu einer stärkeren Durchmischung der verschiedenen Altersgruppen kommen werde.

Stoppers Stellvertreterin Monika Böhlecke verspricht sich Vorteile für die Inklusion: „Man lernt und lebt gemeinsam auf dem Campus, etwa bei gemeinsamen Schulveranstaltungen und -festen. Obendrein könnten Förderschüler mit Inselbegabungen punktuell eine stärkere Unterstützung erfahren. „Da können wir voneinander profitieren“, sagt die Pädagogin.

Von Joachim Dege

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