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Nachrichten Kritiker haben keinen Erfolg: Dörfer bleiben als Gewerbegebiete im Rennen
Region Burgdorf Nachrichten Kritiker haben keinen Erfolg: Dörfer bleiben als Gewerbegebiete im Rennen
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06:47 13.09.2019
Die Stadtplaner im Rathaus wollen Flächen nördlich der Umgehungsstraße (B 188) auf deren Eignung als Gewerbestandort untersuchen lassen. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

Es war ein Hin und Her. Die Dörfer Schillerslage und Sorgensen hatten dem Rat klar zu verstehen gegeben, dass sie Gewerbegebiete vor der eigenen Haustür unter gar keinen Umständen akzeptieren wollen. Die Ratspolitiker hörten sich den Protest zwar an, empfahlen aber gleichwohl, die beiden nördlich und östlich der Umgehungsstraße gelegenen Standorte zumindest auf ihre Eignung hin untersuchen zu lassen. Dem ist der Verwaltungsausschuss, der das letzte Wort in der Sache hatte, nun gefolgt.

Entscheidung nicht einhellig

Die Entscheidung fiel keineswegs einhellig. Auch im Verwaltungsausschuss, der stets nicht öffentlich tagt, wollte nicht jeder einfach hinweggehen über die vom Schillerslage Ortsrat und vom Sorgenser Ortsvorsteher vorgebrachten Gegenargumente. Schillerslage befürchtet noch mehr Verkehr im Dorf und kündigte sogar schon eine Unterschriftenaktion gegen ein mögliches Gewerbegebiet nördlich der Bundesstraße 188 an. Sorgensen hadert mit einem Zusammenwachsen von Kernstadt und Dorf, das dem Ort nur noch mehr Verkehr eintragen werde, so lautet die Befürchtung.

Beschluss bedeutet noch keine Erschließung

Tatsächlich besagt die jetzt vom Verwaltungsausschuss getroffene Entscheidung noch nicht, dass die Gewerbegebiete irgendwann auch kommen. Vielmehr sollen die Standorte zunächst nur auf Herz und Nieren begutachtet werden, um zu erfahren, ob sie sich als mögliche Gewerbeflächen eignen. Dabei spielen Umweltschutzfragen ebenso eine Rolle wie das erwartete Verkehrsaufkommen. Den Beschluss brauchte die Stadt jetzt, weil sie bei der Region Hannover eine Kostenbeteiligung in Höhe von 50 Prozent für die teuren Gutachten beantragen will und wohl auch gute Chancen hat, die Zuschüsse zu bekommen.

Wohnhäuser als Puffer zum Gewerbegebiet?

Für den Acker zwischen Umgehungsstraße und Riethornweg bei Sorgensen, den Stadtplaner im Rathaus als interessanten Gewerbestandort für kleinere, regional ausgerichtete Betriebe ansehen, hat der Verwaltungsausschuss eine Art Sicherheitsnetz eingezogen. Die Kommunalpolitiker ergänzten ihren Beschluss um die Vorfestlegung, dass als Puffer zum Gewerbe südlich des Riethornwegs Wohnhäuser entstehen sollen. Diesen Vorschlag hatte die Stadtplanungsabteilung gemacht, um Sorgensen die Sorge zu nehmen, dass das Dorf ein reines Gewerbegebiet vor die Nase gesetzt bekommt, das sich nicht mit der Wohnbebauung verträgt.

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Von Joachim Dege

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