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Region Burgdorf Nachrichten Der Innenstadtverkehr kommt auf den Prüfstand
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15:35 17.05.2019
Der Rat wünscht sich von Verkehrsplanern Vorschläge, wie die Mobilität in der Innenstadt neu organisiert werden kann. Quelle: Joachim Dege
Burgdorf

Die Grünen brachten den Stein ins Rollen der Forderung, auf der Marktstraße im Sommer eine Fußgängerzone einzurichten. Die SPD ist inzwischen auf den Zug aufgesprungen. In der Ratssitzung am Donnerstagabend hießen am Ende alle Ratsfraktionen den Vorschlag der Sozialdemokraten gut, den Innenstadtverkehr einmal analysieren zu lassen mit dem Ziel, von Fachleuten Vorschläge zur Organisation der Mobilität in der City auf den Tisch gelegt zu bekommen.

Ratsherr Matthias Paul (SPD) beschrieb, was viele beobachten: „Wir wollen ja, dass die Leute mit dem Auto in die Stadt kommen, aber unter der Voraussetzung, dass sie die Innenstadt zum Ziel haben.“ Das sei vielfach nicht der Fall. Es gebe zu viel Durchgangsverkehr – trotz Umgehungsstraße. Darum wünsche sich die SPD, dass das Verkehrsaufkommen untersucht werde; unterschieden nach Fahrzeugarten. „Es geht uns nicht um die Frage: Fußgängerzone ja oder nein?“. Nur mit belastbaren Zahlen könne man die richtigen Schlüsse ziehen und vermeiden, dass Verkehr auf dafür ungeeignete Straßen – etwa die Gartenstraße – dränge.

Michael Fleischmann (Die Linke) sprach dem Vorschlag die Sinnhaftigkeit ab. Er nannte es pure Geldverschwendung, Verkehrsplaner zu beauftragen. Sprecher von CDU und Grünen begrüßten den SPD-Vorstoß. CDU-/FDP-Gruppensprecher Armin Pollehn sagte: „Die Verkehrssituation auf der Marktstraße bewegt uns alle.“ Es nutze aber nichts, dort einen Pfropfen zu setzen und den Verkehr zu verlagern. Fakt aber sei, der Berufsverkehr schlängle sich durch die Innenstadt. „Dafür brauchen wir Lösungen“, forderte Pollehn. Sein Fraktionskollege Klaus Köneke regte an, nicht nur den Innenstadtverkehr, sondern auch die Uetzer Straße und Hülptingsen zu betrachten.

Hartmut Braun und Anne Frick von den Grünen unterstützten den SPD-Vorschlag. „Unsere Idee hat Erfolg. Es bewegt sich etwas. Alle überlegen, was man tun kann“, stellte Braun befriedigt fest. Frick zeigte sich angetan, weil mit einer Verkehrsanalyse alle Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung auf den Prüfstand gestellt werden könnten.

Von Joachim Dege

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