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Region Burgdorf Nachrichten Dealer muss für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis
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10:15 02.07.2019
Das Landgericht Hildesheim hat einen Burgdorfer zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Quelle: foto: j.dege
Burgdorf/Hildesheim

Vor dem Landgericht Hildesheim endete am Freitag nach sieben Verhandlungstagen der Prozess gegen einen Drogendealer aus Burgdorf. Der 26 Jahre alte Angeklagte, der Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen Handel trieb und in einem Fall Drogen auch an einen Minderjährigen verkaufte, muss für fünfeinhalb Jahre ins Gefängnis, entschied die Große Strafkammer 9 unter Vorsitz von Richter Rainer de Lippe.

Das Gericht sah es in sechs Fällen als erwiesen an, dass der Dealer, der seine illegalen Drogengeschäfte von seiner Wohnung in Bahnhofsnähe aus betrieb, kiloweise Marihuana und Haschisch besaß und an seine Kunden in Lehrte und Burgdorf verkaufte. Zum Kundenkreis gehörte auch ein damals 17-Jähriger aus Lehrte. Bei ihm hatte die Polizei große Mengen gefunden. Daraufhin packte der Jugendliche aus und belastete den Burgdorfer als seinen Lieferanten. Im Prozess sagte er als Zeuge aus und bestätigte die Anklage.

Vermögen von 28 000 Euro

Weil die Drogengeschäfte florierten, fand die Polizei bei einer Hausdurchsuchung im November vergangenen Jahres auch eine große Menge Bargeld bei dem Angeklagten beziehungsweise seinem bereits verurteilten Komplizen, der in der Nachbarwohnung wohnte und als sogenannter Bunkerhalter assistierte. Das Gericht ordnete daher die Einziehung von 28 000 Euro aus dem Vermögen des Verurteilten an. Außerdem muss der Mann während der Haft eine Entziehungskur machen, allerdings erst nach Verbüßung von neun Monaten der gegen ihn verhängten Freiheitsstrafe.

Sein mitangeklagter, drei Jahre älterer Großcousin verließ am Freitag das Gericht als freier Mann. Das Gericht sah es nicht als erwiesen an, dass die 5000 Euro, die die Polizei bei ihm gefunden hatte, aus Drogengeschäften stammten – folglich gab es einen Freispruch.

Mildes Urteil für Komplizen

In einem abgetrennten Prozess hatte die gleiche Strafkammer Anfang Juni den 32 Jahre alten Wohnungsnachbarn zu einer einjährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt, weil dieser große Mengen Marihuana und Drogengeld für den Dealer unter seinem Bett aufbewahrt hatte. Er hatte sofort nach seiner Verhaftung reinen Tisch gemacht, alles gestanden und den Dealer schwer belastet. Das belohnte das Gericht mit einem milden Urteil.

Von Joachim Dege

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