Burgdorf: An der Hannoverschen Neustadt gibt es wieder ein Café
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Burgdorf: An der Hannoverschen Neustadt gibt es wieder ein Café

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11:31 25.08.2020
Michaela Jürgens (rechts) ist eine von drei Betreiberinnen des Cafés Fräulein Louise. Bedienung Christine Erlinghagen (links) hilft im Service. Quelle: Michael Schütz
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Burgdorf

Zur Hannoverschen Neustadt in Burgdorf gehört ein Café traditionell dazu. Fast vier Jahrzehnte lang umsorgte dort im Backsteingebäude mit der Hausnummer 41 das Café Marie Louise seine Gäste – so benannt nach der inzwischen verstorbenen ehemaligen Betreiberin. Nachdem eine Nachfolgerin im vergangenen Jahr nach kurzer Zeit wieder aufgegeben hatte, stand die Immobilie sieben Monate lang leer. Jetzt ist in die urig-verwinkelten Räume wieder Leben eingezogen. Anfang August hat dort das Café Fräulein Louise eröffnet.

Die beiden Schwestern Michaela Jürgens und Nicole Uksche sowie deren Freundin Daniela Straßer betreiben das Café gemeinsam. „Einer allein kann das nicht schaffen“ sind sich die drei Frauen einig. Als Trio könnten sie sich die Tage einteilen. „Wir haben uns geeinigt, dass jede von uns zwei Tage im Café ist“, sagt Jürgens. Denn eigentlich ist die Neueröffnung eher so etwas wie ein Hobby neben ihren Hauptberufen. Jürgens hat bisher eine Kfz-Werkstatt betrieben und möchte jetzt halbtags ins Büro wechseln. Ihre Mitstreiterinnen sind Kauffrauen im Gesundheitswesen.

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Alles beginnt mit eine Schnapsidee

Dass sie gemeinsam ein Café eröffnen wollten, sei Anfang des Jahres eher eine Art Schnapsidee gewesen, sagt Straßer. Aber die Räume an der Hannoverschen Neustadt waren gerade verfügbar. „Wir mussten uns schnell entscheiden.“ Ganz unvorbereitet stürzten sich die drei Frauen freilich nicht in das Abenteuer – Nicole Uksche hat schon einmal ein Café betrieben.

Trotzdem wartete viel Arbeit. „Die Einrichtung war 35 Jahre alt“, sagt Straßer. Deswegen hieß es erst einmal: renovieren. „Das war umfangreicher als gedacht“, sagt die 46-jährige Hannoveranerin: „Statt einmal zu streichen, mussten wir die Wände abschleifen und neu verputzen.“

In dem Backsteinbau in der Hannoverschen Neustadt gibt es seit fast vier Jahrzehnten ein Café. Quelle: Michael Schütz

Burgdorfer geben positive Rückmeldungen

Schon während dieser Arbeiten gab es von den Burgdorfern positive Rückmeldungen. „Die Leute haben uns angesprochen“, sagt Jürgens. „Sie haben sich gefreut, dass es hier wieder ein Café gibt“, sagt die 59-jährige Ramlingerin begeistert über die Reaktionen.

Nachgelassen habe der Zuspruch auch in den ersten Wochen nach der Eröffnung nicht. „Sowohl unser Frühstück als auch Kaffee und Kuchen laufen gut.“ Die neu gestalteten Räumen strahlen Gemütlichkeit aus. Moderne Farben und eine Mischung aus Shabby-Look und Landhausstil erwarten die Gäste. An den Wänden hängen alte Fotos aus den Privatbeständen der Betreiberinnen. Darunter ist auch eines, auf der Jürgens’ und Uksches Oma Luise zu sehen ist.

Die Betreiberinnen backen alle Kuchen selbst

Herzstücke des Cafés sind die eigenen Kuchen, die immer frisch in der Caféküche gebacken werden. „Sechs bis acht Torten und Kuchen am Tag sind es“, rechnet das Trio vor. Die bisher beliebtesten seien Himbeer-Mascarpone und „Tante Ritas Quark-Mandarine“. Das Backen übernehmen die drei Betreiberinnen selbst – mit Zutaten aus der Region. So kommen die Eier von einem Hof in Isernhagen, und der Kaffee zum Kuchen stammt von der Hannoverschen Kaffeemanufaktur in Heeßel. Um den Service kümmern sich die bisher vier Angestellten und Aushilfen. Das Team am Kunden soll in den nächsten Wochen wegen der guten Nachfrage noch aufgestockt werden.

Das Café ist in der Woche außer dienstags von 9 bis 13 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr geöffnet. Sonnabends und sonntags ist von 9 bis 18 Uhr durchgehend geöffnet.

Von Michael Schütz