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Region Burgdorf Nachrichten 25-Jähriger verkauft Drogen an Minderjährigen
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13:36 29.05.2019
Das Landgericht Hildesheim verhandelt in zwei Prozessen gegen drei Drogendealer aus Burgdorf. Quelle: Arne Dedert (dpa)
Burgdorf/Hildesheim

 Ein Fall, zwei Prozesse, drei Beschuldigte: Vor dem Landgericht Hildesheim müssen sich aktuell drei Männer aus Burgdorf verantworten. Laut Anklage sollen sie im großen Stil mit Haschisch und Marihuana gehandelt haben. Die Beweislast scheint erdrückend zu sein, einer der Angeklagten hat ein Teilgeständnis abgelegt. Zudem es gibt einen weiteren Hauptbelastungszeugen, mit dessen Hilfe es der Polizei gelang, die Drogenhändler überhaupt dingfest zu machen.

Anfang dieser Woche verhandelte die Große Strafkammer 9 unter dem Vorsitz von Richter Rainer de Lippe die Tatbeteiligung von zwei der Beschuldigten aus Burgdorf – die des Hauptangeklagten, einem in Großburgwedel geborenen 25-Jährigen mit italienischer Staatsbürgerschaft sowie dessen Großcousin, der ihm als Fahrer zu Diensten gewesen sein und zudem Drogengeld in seiner Wohnung gebunkert haben soll. Das Verfahren des Dritten im Bunde verhandelt die Strafkammer parallel in einem gesonderten Prozess. Es war nicht möglich, mit den am Verfahren beteiligten Anwälten Termine für die sieben vorgesehenen Verhandlungstage abzustimmen.

Der dritte Mann (32) ist nach Darstellung des Gerichts geständig und belastet den Hauptangeklagten. Er habe eingeräumt, dass er die drei Kilogramm, die die Polizei bei ihm fand, für den 25-Jährigen aufbewahrte. Der Hauptangeklagte schweigt sich zurzeit noch aus. Sein Verteidiger kündigte aber an, dass sich sein Mandant am nächsten Verhandlungstag Anfang Juni zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen äußern werde. Der Großcousin gibt sich unschuldig. Die bei ihm gefundenen 8000 Euro seien kein Drogengeld, sondern seine Ersparnisse, beteuert er. Wie der ungelernte, seit fünf Jahren in Deutschland lebende Italiener diese Summe ansparen konnte, erschließt sich dem Gericht noch nicht. Denn er hält sich mit Gelegenheitsjobs als Küchenhilfe gerade so über Wasser.

Auf die Spur kamen die Ermittler den Drei im Juli 2018. Ein damals 17 Jahre alter Lehrter, der laut Staatsanwaltschaft der Polizei zufällig mit zwei Kilogramm ins Netz ging, packte aus: Er habe von dem Hauptangeklagten in Burgdorf siebenmal Mengen zwischen 500 Gramm und zwei Kilogramm gekauft. Die Polizei veranlasste daraufhin eine Telefonüberwachung und observierte den Mann mit einer vor dessen Wohnhaus installierten Kamera. Eine Polizistin berichtete dem Gericht von konspirativen Gesprächen des 25-Jährigen mit seinen Kunden. Die Frage „Hast Du Zeit?“ habe für „Hast Du Stoff?“ gestanden. Aus den Telefonaten sei auch hervorgegangen, dass die beiden Mitangeklagten in die Geschäfte verwickelt waren: als Bunkerhalter, wie die Polizei deren Dienste bezeichnet.

Als die Polizei ausreichend Beweismaterial beisammen hatte, schlug sie am 27. November vergangenen Jahres in vier Häusern gleichzeitig zu. Beim Hauptangeklagten fand sie Verpackungsmaterial und den Schlüssel zur Wohnung des 32-jährigen Komplizen, wo die Drogen lagerten. Beim Großcousin fanden sich 8000 Euro Bargeld – Einnahmen aus Drogenverkäufen, so sind sich die Ermittler sicher. Ein vierter Mann besuchte kurz vor der Hausdurchsuchung den Hauptangeklagten, kam mit Drogen wieder heraus und lief den Beamten in die Arme. Er sagte aus, dass er mehrfach bei dem 25-Jährigen Drogen gekauft habe.

Von Joachim Dege

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