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21:39 23.12.2014
Von Jörg Rocktäschel
Christine Großpietsch ist eine von drei Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes Aufgefangen. Sie leitet das Café im Lebenshaus, in dem sich Trauernde regelmäßig treffen. Quelle: Rocktäschel
Barsinghausen

Der Hospizdienst wurde 1992 im Kirchenkreis Ronnenberg gegründet und ist seit September 2003 ein eingetragener Verein. 70 ehrenamtliche Mitarbeiter begleiten Schwerkranke und Sterbende auf ihrem letzten Lebensweg und unterstützen auch die Hinterbliebenen dabei, mit ihrer Trauer leben zu können und im Leben wieder Fuß zu fassen.

Großpietsch leitet unter anderem das Café im Lebenshaus, Hinterkampstraße 14. Bis zu 15 Trauernde treffen sich dort einmal im Monat, reden über ihre Probleme und Erfahrungen und helfen damit einander. „Wir bieten auch viele Einzelgespräche an, besuchen die Menschen zu Hause“, erläutert sie. „Gespräche mit Menschen, die wissen, was Trauer ist, helfen sehr. Allerdings müssen die das auch aushalten können“, sagt Großpietsch.

Wichtig seien zudem Veranstaltungen, die gemeinsam besucht werden. So waren sie vor Kurzem in einem Konzert. Doch als am Ende „Stille Nacht“ gesungen wurde, war das den meisten zu sentimental. Jeder habe daran gedacht, dass beim Fest der Partner, das Kind oder Eltern fehlen werden.

Kurz nach dem Tod eines Menschen seien die Hinterbliebenen meist mit organisatorischen Dingen beschäftigt und abgelenkt. „Danach fallen sie in ein tiefes Loch. Ganz besonders schlimm ist es, wenn ein Mensch völlig unerwartet, wie bei einem Unfall, aus dem Leben gerissen wurde“, ergänzt sie. Es gab keine Möglichkeit, sich zu verabschieden, manchmal stehe noch Ungesagtes im Raum. Freunde meinten oft, es sei wichtig, die Hinterbliebenen zu unterhalten oder abzulenken. Doch es sei ebenso wichtig, ihnen Rückzug und Trauer zu ermöglichen. „Jeder reagiert anders auf den Verlust. Sich da hineinzufühlen, ohne sich aufzudrängen, ist nicht leicht“, betont sie.

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