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Region Barsinghausen Nachrichten DRK-Hundestaffel sucht Nachwuchs
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20:06 17.07.2019
Beatrice Hagin (von links), Michaela Komoll und Jessica Wollrab gehören mit ihren Hunden zu der DRK-Hundestaffel der Region Hannover. Bei einem Casting suchen sie neue Hundeführer. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig
Empelde

Mit rasantem Tempo läuft der siebenjährige Hund Devil über das Gelände des Deutschen Roten Kreuzes in Empelde. Plötzlich reißt er seinen Kopf nach rechts und findet die vermisste Person im Gebüsch. Mit lautem Bellen zeigt er seiner Hundeführerin Michaela Komoll den Fund an. „Das hast du sehr gut gemacht“, lobt Komoll ihren Suchhund und gibt ihm ein Leckerli.

Zu wenig Hundeführer in Empelde

Die DRK-Rettungshundestaffel besteht seit 1992 und gehört zum vierten Einsatzzug der Region Hannover. Zur Zeit gibt es neun Hundeführer mit 12 Tieren, die in Empelde stationiert sind. Früher gab es deutlich mehr Interessierte, versichern die Ehrenamtlichen. Doch durch weitere Angebote für Hunde ist die Zahl deutlich zurückgegangen. „Wir suchen dringend Nachwuchs“, appelliert Gruppenführerin Komoll.

Viel Zeit investieren

Beim DRK werden sogenannte Hochwindsucher ausgebildet. Die Tiere sind darauf spezialisiert, einen allgemeinen menschlichen Geruch aufzuspüren. Das ist etwas anderes als der individuelle Geruch eines Menschen. Das Training findet jeden Dienstag von 18 bis etwa 22 Uhr auf dem Gelände in der Apollostraße statt. Zusätzlich fährt das gesamte Team jede Woche an einem Sonnabend oder Sonntag zu einem größeren Gelände, um den Tieren verschiedene Situationen nahezubringen.

Die Ausbildung dauert in der Regel zwei bis drei Jahre, abhängig vom Können des Tieres. Die Ausbilderin Beatrice Hagin betont, dass besonders in den ersten zwei Jahren ein kontinuierliches Training erforderlich ist. „Einige Menschen unterschätzen den Zeitaufwand“, sagt Hagin.

Nicht jeder Hund kann ausgebildet werden

Die Vierbeiner müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Die Hunde müssen eine Schulterhöhe von mindestens 40 Zentimeter haben, sie dürfen nicht älter als vier Jahre alt sein und einen leichten Körperbau besitzen, damit sie getragen werden können. Beim Casting wird zusätzlich geschaut, wie der Hund auf fremde Menschen reagiert und ob ein Spiel- und Beutetrieb vorhanden ist. „Die Lust beim Hund muss schon da sein, sonst macht es für niemanden Spaß“, sagt Komoll. Hunderassen, auf die es eine Sondersteuer gibt oder die ein Einfuhrverbot nach Deutschland haben, werden nicht ausgebildet.

Dobermann Filou trainiert seit Jahren bei dem DRK und ist ein erfahrener Hochwindsucher. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig

Ausbildung für den Hundebesitzer

Der Hundeführer ist bei einem Einsatz meistens vor dem Rettungswagen beim Verletzten oder der vermissten Person. Daher wird der Hundebesitzer zum Sanitätshelfer ausgebildet und lernt beim wöchentlichen Training den Umgang mit GPS-Gerät und Karte. „Die Einsätze finden häufig nachts, im Dunkeln und im fremden Gelände statt. Da ist das Zurechtfinden das Wichtigste“, erklärt Hagin.

Im letzten Jahr gab es neun Einsätze für die Hundestaffel aus Empelde. In den meisten Fällen suchen sie ältere Menschen oder Kinder, die sich verirrt haben. Doch in einigen Einsätzen werden suizidgefährdete Menschen oder auch Pilzsammler im Wald aufgespürt. „Die Hunde werden eingesetzt, um Leben zu retten“, bekräftigt Hagin. Und Komoll ergänzt, dass die Hunde deutlich den Unterschied zwischen Einsatz und Training spüren. „Es ist viel Adrenalin und Anspannung vorhanden“, erklärt Komoll.

Das Casting findet am Sonntag, 18. August, auf dem DRK-Gelände in der Apollostraße statt. Von 10 bis 16 Uhr wird die Arbeit der Hundestaffel vorgestellt und die Tiere können einige Aufgaben absolvieren. Anmeldungen unter Telefon (05109) 5647486 (17 bis 21 Uhr) oder per E-Mail an rhs@drk-empelde.de.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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