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Nachrichten Randalierer drehen Ente den Hals um
Region Barsinghausen Nachrichten Randalierer drehen Ente den Hals um
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06:15 29.08.2012
Von Tobias Morchner
Regelmäßiger Test: Susanne Bauer vom Deisterbad prüft das Wasser im Außenbecken.
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Hannover

Die Ente, die auf dem Gelände des Bades an der Einsteinstraße lebte, fingen die Eindringlinge ein, drehten ihr den Hals um und legten das tote Tier vor den Eingang des Restaurants des Deisterbades. Auch die Liegestühle waren vor den Randalierern nicht sicher. Zahlreiche Liegen wurden bei dem Vorfall beschädigt, einige sogar vollends zerstört. Vier der Möbelstücke entwendeten die Täter offenbar beim Verlassen des Geländes.

Betriebsleiter Ingo Korczowski kann den Schaden, den die nächtlichen Besucher angerichtete haben, noch nicht beziffern. „Ich bin ziemlich erschrocken über die Rohheit, mit der sie vorgegangen sind“, sagte er am Sonntag. Die Polizei in Barsinghausen hat mit der Suche nach den Tätern begonnen. „Wir ermitteln wegen besonders schweren Diebstahls, Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung und Tierquälerei“, sagt Jürgen Schwarze vom Kommissariat Barsinghausen. Der Vorfall muss sich in der Nacht zu Sonntag zugetragen haben. Die Verwüstungen wurden am Morgen, etwa eine Stunde vor der Öffnung des Bades, entdeckt. „Wir haben dann alle Schäden beseitigt und das Wasser im Außenbecken gereinigt“, erklärt Korczowski. Anschließend schaltete er die Polizei ein.

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Es ist nicht das erste Mal, dass das Deisterbad es mit den Hinterlassenschaften nächtlicher Eindringlinge zu tun bekommen hat. „Das kommt immer mal wieder vor - aber dieser aktuelle Fall hat eine ganz andere Qualität“, sagt der Betriebsleiter. Die Polizei sucht dringend Zeugen, die rund um das Gelände des Bades verdächtige Personen beobachtet haben. „Wir interessieren uns beispielsweise für Fahrzeuge, die in der Nähe gesehen wurden, denn die vier Liegen müssen ja irgendwie abtransportiert worden sein“, sagt Polizeikommissar Schwarze.

Betriebsleiter Korczowski hat kaum Hoffnung, dass die Randalierer beobachtet worden sind. „Auf der einen Seite des Geländes liegt das Schulzentrum, da ist am Wochenende niemand, auf der anderen Seite befindet sich der vier Meter hohe Lärmschutzwall.“ Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen gegen künftige nächtliche Besucher will die Betreibergesellschaft des Hallenbades nicht treffen. „Wir können uns weder den Bau eines vier Meter hohen Zauns noch den Einsatz eines Wachdienstes leisten“, erklärt der Betriebsleiter.