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Region Barsinghausen Nachrichten Neuer Gema-Tarif gefährdet das Stadtfest
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06:15 21.04.2012
Quelle: dpa
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Barsinghausen

Die Gema spricht von einer Vereinfachung der Tariflandschaft, die zu einer Entlastung kleinerer Veranstaltungen führt. Sie rechnet ab 2013 nicht mehr nach der Zahl der Besucher ab, sondern nach der Größe der Veranstaltungfläche.

„Bei uns wären das 26.000 Quadratmeter. Darin sind Flohmarkt, Kinderfest und Stände eingerechnet. Die Gebühren für die Gema werden von rund 2700 auf 9700 Euro steigen“, sagt Danner. Und diese Summe, so fürchtet er, sei nicht zu stemmen. „Schon voriges Jahr hatten wir ein Minus von 8500 Euro, das nur mit der Hilfe von Sponsoren ausgeglichen werden konnte“, sagt der Vereinsvorsitzende.

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Wäre diese Unterstützung ausgeblieben, hätte schon das nächste Stadtfest, das vom 31. August bis 2. September gefeiert wird, abgesagt werden müssen. Danner hat sich an die Gema gewendet. Er will einen Härtefallnachlass erwirken.

Das Ende des Stadtfests wäre ein riesiger Verlust, argumentiert Danner. 34 Vereine und Musikgruppen aus der Stadt nehmen daran teil und sind am Programm beteiligt. Die Finanzierung werde seit Jahren immer schwieriger, da weniger Standplätze zu guten Preisen verkauft werden können und dadurch der Anteil von Sponsoren immer höher werde. „Mehr als 40.000 Euro mussten 2011 aus Mitgliedsbeiträgen, von fördernden Mitgliedern und Sponsoren zusammengetragen werden, um unser Defizit nicht weiter zu erhöhen“, schrieb Danner der Gema.

Eine Erhöhung würde den Verein dazu veranlassen, das Stadtfest abzusagen, da der künftige Betrag nicht aufgebracht werden könne. „Sollten wir auf Musikgruppen und Bands, Tanzgruppen der Vereine und das Kinderfest verzichten müssen, ist das Stadtfest auch so gestorben“, schreibt er weiter. Die Gema-Gebühren nach der Härtefallnachlassregelung zu berechnen, unterstütze die Initiative, die Veranstaltung weiter betreiben zu können.

Jörg Rocktäschel