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Region Barsinghausen Nachrichten Wie Helfer für Abwechslung im Flüchtlingsheim sorgen
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17:08 31.07.2019
Rahel (links) und Basil sind beim Spielenachmittag ganz darin vertieft, mit Buntstiften ein Malheft der Landesjägerschaft auszufüllen. Quelle: Frank Hermann
Kirchdorf

Mit der Hilfsbereitschaft nachlassen für Menschen, die auf ihrer Flucht aus der Heimat nach Barsinghausen gekommen sind? Für Rosemarie Struß und weitere Frauen aus dem kirchlichen Willkommenskreis der Marienkirchengemeinde steht die Antwort fest: „Nein. Wir bieten unsere Hilfe an und wollen den Menschen etwas Abwechslung in ihrem Heimalltag ermöglichen“, erklärt Struß, Ehrenbürgerin der Stadt Barsinghausen, das soziale Engagement der Gruppe für die derzeit rund 70 Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft an der Max-Planck-Straße.

Unter der Leitung von Pastorin Uta Junginger und von Sabine Freitag, Koordinatorin für Integrationsarbeit im Kirchenkreis Ronnenberg, organisiert der Willkommenskreis mit rund zehn Helfern verschiedene Freizeitangebote für die im Heim lebenden Familien. Dazu gehören regelmäßige Treffen zu Gesprächen und zu sportlichen Aktionen unter der Federführung von Sabine Lee sowie gemeinsame Ausflüge unter anderem in die Deister-Freilichtbühne und ins Wisentgehege Springe, Besuche des niedersächsischen Landtages und der Feuerwehr sowie Spaziergänge im Deister.

Kinder lernen Neues kennen

Speziell für die Jungen und Mädchen aus dem Wohnheim bietet der Willkommenskreis jeden Monat einen Spielenachmitag an. „Dabei trainieren die Kinder ihre deutschen Sprachkenntnisse und lernen in der Gruppe immer etwas Neues kennen“, erklärt Rosemarie Struß. Jüngstes Beispiel seien Malhefte, gesponsert von der Landesjägerschaft: Diese Hefte zeigen Tiere und Pflanzen aus der heimischen Natur. Beim Ausmalen mit Buntstiften machen sich die Kinder mit dieser Tier- und Pflanzenwelt vertraut.

Außer Struß gehören Petra Beuse, Dagmar Täger, Sabine Lee und Karolin Glitz zu den Hauptorganisatorinnen der Spiel-und Freizeitangebote. In seiner Integrationsarbeit setzt der seit rund drei Jahren tätige Willkommenskreis auf eine enge Zusammenarbeit mit anderen Gruppen – wie zum Beispiel der Labora-Jugendwerkstatt, dem DRK-Projekt Gemeinsam für Barsinghausen, dem Internationalen Frauentreff und mehreren Kirchengemeinden. „Da besteht ein gut funktionierendes Netzwerk“, betont Rosemarie Struß.

Hohe Motivation

Die Motivation, sich im Willkommenskreis für die zugewanderten Menschen zu engagieren, sei weiterhin groß. Neben dem engeren Organisationsteam kommen auch immer wieder neue Helfer hinzu, die mitmachen wollen. So biete eine kleine Gruppe mittlerweile auch Spielenachmittage für Kinder in der Unterkunft an der Hannoverschen Straße an.

Für Kinder sei das spielerische Lernen überaus wichtig, sagt Barsinghausens Ehrenbürgerin mit Blick auf die rund zwölf Jungen und Mädchen im Alter bis zu zehn Jahren, die im Wohnheim Max-Planck-Straße leben. Besonders großen Eifer beim Ausmalen der Hefte von der Lansdesjägerschaft zeigen beim jüngsten Treffen die fünfjährige Rahel und der sechsjährige Basil. Die beiden Kinder kommen nach den Sommerferien in die erste Klasse der Astrid-Lindgren-Schule in Kirchdorf – und freuen sich darauf, gemeinsam mit anderen Kindern endlich Schreiben, Lesen und Rechnen lernen zu können.

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