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Nachrichten BVB-Boss spricht über Fußball und Politik
Region Barsinghausen Nachrichten BVB-Boss spricht über Fußball und Politik
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17:33 26.04.2019
Gut gelaunt: Tilman Kuban (rechts) beim Kneipengespräch mit Hans-Joachim Watzke im Sportheim des TSV Kirchdorf. Quelle: Frank Hermann
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Kirchdorf

Zwei Männer der klaren Worte plaudern bei einem sogenannten Kneipengespräch über Sport und Politik: Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, und Gastgeber Tilman Kuban spielen sich vor rund 80 Besuchern im Sportheim des TSV Kirchdorf verbal die Bälle zu. Es geht um Europa und Fußball, um Populismus und die Bundesliga. Und es geht um gegenseitiges Schulterklopfen zwischen zwei CDU-Mitgliedern, die große Ziele anstreben: Deutsche Meisterschaft (Watzke) und europäisches Parlamentsmandat (Kuban).

Tilman Kuban (rechts) begrüßt Hans-Joachim Watzke zum Kneipengespräch in Kirchdorf. Quelle: Frank Hermann

Zwei Tage vor dem Ruhrpottderby gegen Schalke nimmt sich der Dortmund-Boss die Zeit für Tilman Kuban, der mitten im Europa-Wahlkampf steckt. „Zu Kuban gehe ich hin, denn der hat Mut“, sagt Watzke zu seinem Abstecher nach Kirchdorf, zum Heimatverein des Europakandidaten und neuen Bundesvorsitzenden der Jungen Union (JU). Politische Vorbehalte gibt es nicht: „Ich bin CDU-Mann, das ist ja klar“, macht der prominente Gast deutlich, dessen Vater 15 Jahre lang als CDU-Abgeordneter im nordrhein-westfälischen Landtag saß.

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Ganz im Sinne von Tilman Kuban offenbart sich Watzke als Verfechter der europäischen Idee. Ein Nein zu Europa sei ein Nein zur Zukunft. „Wir brauchen die Europäische Union“, betont der BVB-Geschäftsführer – der aber auch die europäische Bürokratie davor warnt, zu viele Dinge bis ins kleinste Detail regeln zu wollen.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (links) und Gastgeber Tilmasn Kuban sitzen zu Beginn des Kneipengesprächs im Publikum. Quelle: Frank Hermann

Klare Position bezieht Watzke mit Blick auf den wachsenden Populismus in Europa. Es sei wichtig, den Menschen mit ihren Sorgen und Problemen zuzuhören. Aber es reiche dann nicht aus, lediglich „Parolen in die Welt zu schreien, ohne Lösungen für die Probleme anzubieten“. Deutliche Worte findet der Fußballmanager auch angesichts des Antisemitismus, der nach seinen Beobachtungen immer mehr um sich greift: Dort seien strafrechtliche Konsequenzen gefordert.

Mit Blick auf den Fußball sprach der BVB-Boss vom „letzten großen Gesellschaftskitt“ in Deutschland. Der Fußball elektrisiere die Massen – erst recht in der Heimatstadt seines Vereins: „Die ganze Stadt fiebert mit der Borussia“. Und im Titel-Duell mit den Bayern drückten „bestimmt 70 Prozent der Deutschen uns die Daumen“, ist sich Hans-Joachim Watzke sicher.

Nach rund 90 Minuten endete das Kneipengespräch. Aber weder für Watzke noch für Kuban ist das letzte Wort im Rennen um die hoch gesteckten Fußball- und Politikziele gesprochen.

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Von Frank Hermann