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Nachrichten Holtenser wünschen sich weniger Lastwagenverkehr im Ort
Region Barsinghausen Nachrichten Holtenser wünschen sich weniger Lastwagenverkehr im Ort
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19:23 25.04.2019
Die Teilnehmer des Dorfrundgangs diskutieren, ob der Grünstreifen als Parkplatz genutzt werden darf. Quelle: Elena Everding
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Holtensen

Der Verkehr mitten durch das an der Autobahn 2 gelegene Holtensen war das große Thema beim Besuch von Barsinghausens Bürgermeister Marc Lahmann am Mittwoch im Ort. Bei einer offenen Bürgersprechstunde mit anschließendem Dorfrundgang hörten sich Verewaltungsvertreter die Wünsche, Nöte und Sorgen der Holtenser an.

Im Gespräch mit den Einwohnern wurde deutlich: Die Holtenser möchten ihr Dorf vor allem für Radfahrer und Fußgänger sicherer machen. Denn wenn auf der A2 Stau ist, leiten die Navigationssysteme vor allem Lastwagen durch die schmale Von-Holthusen-Straße um, die Durchgangsstraße Holtensens. Die Stadt hat bereits beschlossen, dass an der Einmündung der Straße in die Landesstraße 392 eine Fußgängerampel gebaut wird.

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Die Bürger schauen sich beim Rundgang die kritischen Punkte in Holtensen an und diskutieren Lösungen. Quelle: Elena Everding

Doch auf der Von-Holthusen-Straße gibt es zwischen Landesstraße und Ortseingang keinen Rad- oder Fußweg. „Ich wurde mit meinem Kind auf dem Fahrrad schon zweimal fast von einem Lkw überfahren“, schilderte eine Holtenserin beim Dorfrundgang die gefährliche Situation dort. Daher will die Verwaltung zunächst klären, wem die einzelnen Anliegergrundstücke gehören und dann entscheiden, auf welcher Straßenseite ein Fuß- und Radweg entstehen könne, sagte Stadtsprecher Christian Kneußel.

Um den Lkw-Verkehr durch den Ort einzudämmen, wurde außerdem ein Durchfahrtsverbot für schwere Fahrzeuge ins Gespräch gebracht. „Wir prüfen, ob die Straße nicht zu schmal für Lkw ist und somit nur Anlieger freie Durchfahrt bekommen könnten“, sagte Lahmann. Im Zuge dessen diskutierten die Holtenser auch ein Halteverbot auf Teilen der Von-Holthusen-Straße, sodass bei der Begegnung von Personenwagen, Bussen und anderen Fahrzeugen kein Stau entsteht.

Auch die Sicherheit der Schulkinder, die aus der Straße Am Schafanger zur Bushaltestelle gehen und dabei die Von-Holthusen-Straße überqueren müssen, war Thema. Daher will die Stadtverwaltung nun prüfen, ob ein Gehweg auf der Nordseite der Hauptstraße auf Höhe der Hausnummer 13 mehr Schutz bieten könnte.

An der Von-Holthusen-Straße könnte ein Gehweg für mehr Sicherheit für Schulkinder sorgen. Quelle: Elena Everding

Einige Holtenser Landwirte monierten, dass sie mit ihren Landmaschinen auf dem Bultfeld nur schwer an den parkenden Fahrzeugen in Höhe des Lebenshilfe-Hofes vorbei kämen. Die Parkplätze auf dem Hof der Lebenshilfe reichten bei Veranstaltungen nicht immer aus. Der Vorschlag, auf der Seite der Lebenshilfe einen Parkstreifen einzuzeichnen und auf der Seite zum Feld hin ein Parkverbot einzurichten, fand viel Zustimmung. Auch weiter in Richtung Hauptstraße könnten am Bultfeld auf den Grünstreifen Parkflächen angelegt werden. Dies prüfen nun die zuständigen Fachdienste der Verwaltung.

Am Bultfeld machen parkende Autos die Straße für Traktoren zu schmal - ein einseitiges Parkverbot soll Abhilfe schaffen. Quelle: Elena Everding

Zuletzt kam noch das Thema Lärmaktionsplan auf. „Hier ist es teilweise lauter als in der Stadt“, stellte ein Einwohner fest. Im Fall von Autobahnen oder Landesstraßen sei aber nicht die Stadt, sondern übergeordnete Behörden zuständig. Ein Lärmaktionsplan ergebe nur Sinn, wenn die Maßnahmen darin auch umgesetzt würden – „ansonsten wäre er Geldverschwendung“, sagte Lahmann.

Von Elena Everding