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Nachrichten Insekten und auch Rehe freuen sich über ausgedehnte Blühfläche
Region Barsinghausen Nachrichten Insekten und auch Rehe freuen sich über ausgedehnte Blühfläche
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17:05 24.09.2018
Umweltsachbearbeiter Michael Barth (Zweiter von rechts) erläutert Ilse Saile (links), Christian Röver und Carmen Eickhoff, wie gut sich die im Frühjahr eingesäte Blühfläche oberhalb von Hohenbostel entwickelt hat. Quelle: Andreas Kannegießer
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Hohenbostel

Trotz des extrem trockenen Sommers hat sich die von der Barsinghäuser Stadtverwaltung oberhalb von Hohenbostel angelegte Blühfläche in den vergangenen Monaten gut entwickelt. Mitglieder der Barsinghäuser Grünen haben sich jetzt mit dem städtischen Umweltsachbearbeiter Michael Barth getroffen, um vor Ort eine Zwischenbilanz zu ziehen. Auf Antrag der Grünen war im aktuellen städtischen Etat eine Summe von 2000 Euro zur Begrünung von Brachflächen eingestellt worden. In Hohenbostel ist damit als erstes Projekt im Frühjahr eine rund 800 Quadratmeter große Fläche mit einer Wildblumenmischung eingesät worden. Nun stehen Blumen, Kräuter und andere Pflanzen auf dem Areal bereits hüfthoch. Die Fläche sei nicht nur für Bienen und andere Insekten ein Anziehungspunkt, erläuterte Barth beim Ortstermin: „Auch das Rehwild freut sich.“ Der magere Boden sorge für eine besonders große Pflanzenvielfalt. Barth betonte, dass Blühstreifen wie der in Hohenbostel durchaus die gewünschte Wirkung hätten und dass es viele weitere Flächen im Stadtgebiet gebe, die ähnlich genutzt werden könnten. „Der Aufwand lohnt sich wirklich“, bekräftigte die ehemalige Ratsfrau Ilse Saile.

Ein weiteres Ziel der Exkursion der Grünen war der sogenannte Jubiläumswald zwischen Hohenbostel und Bantorf. Dort waren zum 800-jährigen Stadtjubiläum im Jahr 1993 auf einer 1800 Quadratmeter großen Fläche von vielen freiwilligen Helfern Bäume gepflanzt worden. Inzwischen hat sich das Areal zu einem echten, hochgewachsenen Wald entwickelt. Stieleichen stehen dort neben Wildkirschen, Schlehen, Weißdornbäumen, Traubenkirschen und vielen weiteren Baumarten. „Der Wald hat sich sagenhaft schön entwickelt“, lobte Barth beim Rundblick unter dem grünen Blätterdach. Die Belaubung der Bäume sei trotz der Trockenheit kerngesund. „Die Eichen zum Beispiel strotzen vor Lebenskraft“, freute sich der Experte.

Von Andreas Kannegießer