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Nachrichten Schutzstreifen für Radler bleiben umstritten
Region Barsinghausen Nachrichten Schutzstreifen für Radler bleiben umstritten
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16:32 29.03.2019
Die Hauptstraße wird derzeit saniert. Die geplanten Fahrradschutzstreifen bleiben umstritten. Quelle: Gerko Naumann (Archiv)
Großgoltern

Soll die sanierte Hauptstraße künftig auf beiden Seiten einen Schutzstreifen für Fahrradfahrer erhalten – wie von der Region Hannover und der Stadt Barsinghausen in einer Bauvereinbarung vorgesehen? Oder reicht ein Schutzstreifen auf der östlichen Straßenseite – wie die SPD-Ratsfraktion in einem Antrag fordert? Mit ihrem Vorstoß wollen die Sozialdemokraten verhindern, dass künftig ein absolutes Halteverbot entlang der Hauptstraße besteht. Die CDU hat sich diesem Antrag angeschlossen.

Hintergrund: Im Bereich eines extra gekennzeichneten Schutzstreifens für Fahrradfahrer dürfen Autos weder parken noch halten. „Wenn die Hauptstraße auf beiden Seiten einen Schutzstreifen erhält, dann kommt es mit Sicherheit zu erheblichen Parkproblemen. Vor allem am Freibad, an der Kirche und am Feuerwehrhaus fehlen dann Parkmöglichkeiten für Autos auf der Straße“, begründete SPD-Ratsherr Stephan Täger den Antrag seiner Fraktion am Donnerstagabend in der Sitzung des Fachausschusses für Straßenverkehr.

Als Kompromiss schlägt die SPD vor, lediglich auf der Ostseite einen rund 1,50 Meter breiten Fahrradschutzstreifen anzulegen. Auf der Westseite solle die Region als Bauträgerin für die Kreisstraße 241 auf einen Schutzstreifen verzichten. „Dann blieben dort auch das Parken für Autos erlaubt“, erläuterte Täger, der zudem den Aspekt der Verkehrssicherheit anzweifelte: Wegen der geringen Fahrbahnbreite sei die Hauptstraße für zwei Streifen nicht geeignet.

Unterstützung erhielt die SPD in der Ausschusssitzung von den CDU- und FDP-Vertretern. „Wir schließen uns diesem Antrag an“, sagte CDU-Ratsherr Michael Kowalski. Gegen den Antrag sprach sich AFB-Ratsfrau Bettina Klein aus: Sie sehe durchaus den Sinn, die Verkehrssicherheit für Radfahrer mithilfe zweier Schutzstreifen zu erhöhen.

Barsinghausens Erster Stadtrat Thomas Wolf plädierte dafür, den politischen Wunsch nach einem Erhalt der Parkflächen nicht mit dem Aspekt der Verkehrssicherheit zu vermengen. „Wir sollten ehrlich sein: Die Parkflächen stehen bei diesem Antrag im Vordergrund, und nicht die Sicherheit für Radfahrer.“

Zudem verwies Wolf auf eine gültige Vereinbarung der Stadt Barsinghausen mit der Region Hannover wegen der Straßensanierung, die auch die beiden Schutzstreifen beinhalte. Weiche die Stadt einseitig von dieser Vereinbarung ab, drohten rechtliche Konsequenzen.

Eine Entscheidung über den Antrag hat der Ausschuss nicht getroffen. Zuvor will die Stadtverwaltung erneut eine Stellungnahme der Region einholen.

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Von Frank Hermann

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