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Nachrichten Diskussion um ungeliebte Fahrradschutzstreifen geht weiter
Region Barsinghausen Nachrichten Diskussion um ungeliebte Fahrradschutzstreifen geht weiter
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18:05 13.06.2019
Roland Zieseniß (von links), Klaus Voges und Michael Kowalski vom Golterner CDU-Ortsverband begutachten die Verkehrssituation auf der Hauptstraße mit den beidseitig frisch markierten Fahrradschutzstreifen. Quelle: Andreas Kannegießer
Großgoltern

Alle Proteste und Kritik von Politik und Verwaltung der Stadt Barsinghausen haben nichts genutzt: Auf der frisch sanierten Hauptstraße in Großgoltern sind auf ganzer Länge der Ortsdurchfahrt Fahrradschutzstreifen auf beiden Seiten der Fahrbahn markiert worden. Die Region Hannover hat sich dabei auf ganzer Linie gegen die örtlichen Bedenken durchgesetzt. Sie hat als Fachaufsichtsbehörde die Stadt Barsinghausen angewiesen, die notwendige verkehrsbehördliche Anordnung zur doppelseitigen Markierung der Fahrbahn zu erteilen.

Die örtliche Kritik richtet sich vor allem deshalb gegen die Variante mit den zwei Fahrradschutzstreifen, weil im Bereich der Streifen künftig nicht mehr geparkt werden darf. Das ist für viele Anlieger beschwerlich, noch mehr aber für die Geschäftsleute an der Hauptstraße und die freiwillige Feuerwehr. Auch Aktive auf dem Weg zum Einsatz dürfen ihre Fahrzeuge nicht mehr auf der Straße vor dem Feuerwehrgerätehaus abstellen, sonst drohen Knöllchen.

SPD warnt vor Bruch mit der Region

„Wir sind unzufrieden mit der Situation“, sagte der Golterner CDU-Regionsabgeordnete Roland Zieseniß bei einem Ortstermin. Aber die Regionsverwaltung habe nicht locker gelassen. „Die sind recht uneinsichtig gegenüber Argumenten.“ Die Christdemokraten wollen dennoch nicht aufgeben und haben angekündigt, sich noch einmal an Regionspräsident Hauke Jagau zu wenden. „Vielleicht gibt es die Möglichkeit, die Streifen wenigstens an den neuralgischen Punkten auszusetzen“, sagte Zieseniß. „Wir bleiben am Ball“, ergänzte Stadtverbandsvorsitzender Michael Kowalski.

Die Golterner Sozialdemokraten warnen indes davor, nun ausschließlich die Regionsverwaltung für die Situation verantwortlich zu machen. Das sei unredlich, sagt SPD-Ratsherr Stephan Täger. Auf diese Weise werde die Beziehung zwischen Stadt und Region nachhaltig geschädigt. „Dies hat auch negative Auswirkungen auf künftige gemeinsame Projekte“, befürchtet er. Er verweist darauf, dass die Stadtverwaltung im Herbst vergangenen Jahres einen Vertrag mit der Region über den Straßenausbau mit zwei Fahrradschutzstreifen abgeschlossen hatte. Erst später waren – auch auf politischen Druck hin – die Bedenken gegen diese Lösung von der Stadt deutlich gemacht worden. Ein solches unnötiges Hin und Her müsse künftig vermieden werden, fordert Täger. „Andernfalls wird die Politikverdrossenheit selbst auf Ortsebene weiter vorangetrieben.“

Mehr zum Thema:

Stadt und Region streiten über Fahrradschutzstreifen

Von Andreas Kannegießer

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