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Region Barsinghausen Nachrichten Schlechte Arbeitsbedingungen: Feuerwehr fordert neues Gerätehaus in Groß Munzel
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19:06 30.07.2019
Ortstermin: Vor dem Munzeler Feuerwehrgerätehaus diskutieren Mitglieder der Feuerwehr mit Vertretern des CDU-Ortsverbandes über die Probleme mit dem zu kleinen Gebäude. Quelle: Andreas Kannegießer
Groß Munzel

Die Freiwillige Feuerwehr Groß Munzel wünscht sich den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses an der Straße Osterende am Ortsausgang in Richtung Ostermunzel. „Das wäre eine zukunftsweisende Lösung“, sagten Ortsbrandmeister Dennis Schönfelder und sein Stellvertreter Carsten Gromball bei einem Ortstermin mit Mitgliedern des Munzeler CDU-Ortsverbandes.

Das aktuell genutzte Gerätehaus am Behnsenhof ist für die Bedürfnisse der Stützpunktfeuerwehr längst zu klein. Die Probleme sind vielfältig: Rund um das Gerätehaus gibt es kaum Stellflächen für Fahrzeuge. „Bei Einsätzen kommen viele Aktive mit dem Fahrrad oder zu Fuß zum Gerätehaus“, berichtete Gromball. „Ansonsten wäre hier jedes Mal Chaos.“

Arbeitsbedingungen sind schlecht – Dusche nur für Männer

Auch Fahrzeughalle für die beiden Munzeler Löschfahrzeuge ist nicht mehr passend. Verschärft würde die Situation, wenn in den nächsten Jahren das 25 Jahre alte LF8 ersetzt wird von einem modernen, gleichzeitig aber längeren Fahrzeug vom Typ LF10. „Dann wäre es hier drin richtig eng“, sagte Gromboll.

Auch mit den Arbeitsbedingungen für ihre Aktiven sind die Munzeler Feuerwehrverantwortlichen äußerst unzufrieden. Die Einsatzkräfte müssen sich in der engen Fahrzeughalle umziehen, weil es dafür keine separaten Räume gibt. Zur Montage einer eigentlich vorgeschriebenen Abgas-Absauganlage fehlt der Platz. Immer, wenn eines der Fahrzeuge aus der Halle gefahren werde, sei die Einsatzkleidung kontaminiert, kritisieren Schönfelder und Gromball. Als ebenso unzumutbar empfinden sie die Tatsache, dass auch sämtliche Schläuche in der Fahrzeughalle gelagert werden müssen und dort zeitweise für eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit sorgen.

„Eine Dusche gibt es derzeit nur für Männer, nicht aber für die Frauen“, berichtete Gromball. Angesichts von derzeit sieben aktiven Frauen in der Feuerwehr und etlichen Mädchen im Feuerwehrnachwuchs sei auch das auf Dauer nicht hinnehmbar.

Die Munzeler Feuerwehraktiven wie hier Timo Günther müssen sich unmittelbar neben dem Löschfahrzeug in der Fahrzeughalle in größter Enge umziehen. Quelle: Andreas Kannegießer

Kommando will nicht mehr zurückstecken

„Wir hoffen, dass bald etwa passiert“, sagt Ortsbrandmeister Schönfelder. In den vergangenen Jahren habe die Feuerwehr Groß Munzel wegen anderer Feuerwehrbauprojekte im Stadtgebiet immer wieder zurückgesteckt. „Jetzt sind wir mal dran.“ Und Gromball bekräftigte: „Wir müssen jetzt mal Klartext reden.“

Mit der Stadtverwaltung hat es ein Gespräch über die Zukunftspläne der Munzeler Feuerwehr gegeben, ein weiteres ist für September vereinbart. Von Ideen, ein neues Gerätehaus mitten an der zentralen Kreuzung in Groß Munzel oder auch im Bereich der ehemaligen Zuckerfabrik zu bauen, hält das Ortskommando nichts. „Angesichts der häufigen Staus in der Ortsdurchfahrt fehlt dort die zweite Zufahrtmöglichkeit“, erläuterten Schönfelder und Gromball. Einen Anbau an das alte Haus halten die beiden wegen der Parkplatznot für „rausgeschmissenes Geld“.

Für die Orientierung nach Osten in Richtung Ostermunzel bei einem Neubau sprechen nach Ansicht der Feuerwehrführung mehrere Gründe. Zum einen gibt es in Ostermunzel schon jetzt keine eigene Ortsfeuerwehr mehr. Zum anderen rechnen Schönfelder, Gromball und ihr Team damit, dass der demographische Wandel die Situation in den nächsten Jahrzehnten weiter verändern wird und es irgendwann im Bereich des Löschbezirks Munzel nur noch zwei Feuerwehren geben wird. „Auch deshalb wäre der Standort im Osten der Ortschaft besonders geeignet.“

Beengte Verhältnisse: Zwischen den beiden Einsatzfahrzeugen in der Fahrzeughalle haben Ortsbrandmeister Dennis Schönfelder (rechts) und sein Stellvertreter Carsten Gromball kaum Bewegungsspielraum. Quelle: Andreas Kannegießer

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