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Region Barsinghausen Nachrichten Größter Solarpark der Region steht in Munzel
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09:00 27.05.2019
Mitglieder des Regionsausschusses für Umwelt und Klimaschutz informieren sich über die Solar-Freiflächenanlage in Groß Munzel.
Mitglieder des Regionsausschusses für Umwelt und Klimaschutz informieren sich über die Solar-Freiflächenanlage in Groß Munzel. Quelle: Frank Hermann
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Groß Munzel

Auf einer Fläche von sechs Hektar steht seit Juni 2012 die regionsweit größte Solar-Freiflächenanlage in Groß Munzel. Mehr als 24.000 Solarmodule produzieren aus Sonnenlicht jedes Jahr rund 5,6 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie. Über dieses Klimaschutzprojekt haben sich Mitglieder des Regionsausschusses für Umwelt und Klimaschutz bei einer Besichtigung informiert.

Mehr als 24.000 Solarmodule mit einer Leistung von 5,8 Megawatt produzieren auf dem sechs Hektar großen Gelände rund 5,6 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Quelle: Frank Hermann

Bis Ende 2006 produzierte die Munzeler Zuckerfabrik auf dem Gelände, dann wurde die Fabrik nach 122 Jahren geschlossen und später abgerissen. Immobilienunternehmer Karl-Heinz Schorn aus Köln erwarb die Industriebrache und ließ für einen hohen einstelligen Millionenbetrag die Solaranlage im Frühsommer 2012 von der hannoverschen AS Projekte-Gesellschaft errichten.

Anlage ging Ende Juni 2012 ans Netz

„Ende Juni 2012 ging die Anlage in Betrieb, um Strom in das Versorgungsnetz einzuspeisen“, erläuterte AS-Geschäftsführer Michael Walkling den Ausschussmitgliedern. Die 24.000 Einzelmodule, ausgerichtet im 20-Grad-Winkel nach Süden, kommen laut Walkling auf eine Spitzenleistung von insgesamt nahezu sechs Megawatt. Mit dem jährlichen Ertrag von 5,6 Millionen Kilowattstunden lasse sich der Strombedarf rund 1500 Haushalten mit drei Personen decken.

Nach Angaben des Geschäftsführers gehören solche großflächigen Anlagen wie in Groß Munzel zu den Ausnahmen bei der Nutzung von Sonnenenergie. Naheliegender sei es, Solarmodule auf Dächern oder Hausfassaden zu installieren. „Allerdings ist es derzeit recht schwierig, geeignete Fläche zu bekommen“, betonte Walkling.

Solarenergie ist wichtig für Energiewende

Für die stellvertretende Ausschussvorsitzende Uta Lamla und Regionsdezernentin Christina Karasch geht es für die künftigen Nutzung von Sonnenenergie auch darum, die Bereitschaft zum Aufbau von Solaranlagen auf dem eigenen Hausdach oder der -fassade zu erhöhen. „Wenn wir die Energiewende schaffen und das Ziel einer klimaneutralen Region bis zum Jahr 2050 erreichen wollen, dann brauchen wir die Solarenergie“, betonte Lamla.

TSV Egestorf saniert seine Sportstätte energetisch

Als weiteres Beispiel für praktischen Klimaschutz hat sich der Ausschuss zudem die energetisch sanierte Sportstätte des TSV Egestorf auf dem Vereinsgelände an der Ammerke angesehen. Mit finanzieller Unterstützung der Region Hannover in Höhe von rund 55.000 Euro ließ der Sportverein im Vorjahr die alte Heizungsanlage gegen eine Brennwertheizung austauschen und eine Solaranlage für die Warmwasserbereitung installieren. Zudem setzte der Verein neue Fenster und Türen im Passivhausstandard ein.

„Das Förderprogramm ecosport macht Vereins fit für die Zukunft und trägt zum Klimaschutz bei“, sagte dei stellvertretende Ausschussvorsitzende. Der TSV Egestorf habe seinen Energieverbrauch um 35 Prozent reduziert – war eine jährliche Einsparung von rund zehn Tonnen Kohlendioxid bedeute.

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Von Frank Hermann