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Region Barsinghausen Nachrichten Dieses Werk produziert Flüssigzucker für Cola und Kekse
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14:00 11.07.2019
Geschäftsführer Jan Walter (rechts) und Betriebsleiter Thomas Fauter (Dritter von rechts) erläutern Bürgermeister Marc Lahmann (von links), Stabsleiter Stefan Müller und Wirtschaftsförderer Thomas Müller den Produktionsablauf. Quelle: Frank Hermann
Groß Munzel

Ohne Flüssigzucker aus Groß Munzel kämen viele Getränke, Kekse und Schoko-Brotaufstriche nicht auf den richtigen Geschmack. Denn das Werk am nördlichen Stadtrand produziert den flüssigen Zucker als wichtige Zutat für Cola und Limonaden, für Süßspeisen und auch für Gemüsekonserven und Liköre. Täglich verlassen nahezu 30 Speditionslastwagen das Werksgelände, um die Kunden im Umkreis von mehr als 300 Kilometern mit der süßen Fracht zu beliefern. Zu den Abnehmern gehören etwa Getränke- und auch Gebäckhersteller, Namen will das Werk allerdings nicht nennen.

Bis zu 300 Tonnen Zucker pro Tag

Bis zu 300 Tonnen weißen Kristallzucker verarbeitet das Werk der Norddeutschen Flüssigzucker GmbH jeden Tag zu bis zu 400 Tonnen flüssigem Zucker oder Zuckersirup – in der Hochsaison zu Spitzenzeiten von Mai bis Oktober mit einem Produktionsplus von etwa 20 Prozent. „In den warmen Monaten haben die Leute mehr Durst auf Erfrischungsgetränke“, erklärte Thomas Fauter. Im Normalbetrieb kommt das Werk auf eine Jahresproduktion von rund 100.000 Tonnen.

Dazu arbeitet die 24-köpfige Belegschaft im Vier-Schicht-Betrieb an 360 Tagen pro Jahr rund um die Uhr. „Lediglich an Heiligabend und Weihnachten sowie zum Jahreswechsel legen wir eine Pause ein“, sagte Betriebsleiter Thomas Fauter bei einer Werksbesichtigung mit Bürgermeister Marc Lahmann, Stabsleiter Stefan Müller und Wirtschaftsförderer Thomas Müller. Die drei konnten sich selbst ein Bild von der Produktion machen – laut und geruchsintensiv wie bei der normalen Zuckerproduktion ist es hier allerdings nicht. Alles läuft in einem geschlossenen System ab, die Arbeiter haben vorrangig die Aufgabe, die automatisierten Arbeitsabläufe zu überwachen.

„Viele Barsinghäuser wissen nicht, dass an diesem Standort immer noch Zucker verarbeitet wird – auch nach Schließung der ehemaligen Munzeler Zuckerfabrik auf dem Nachbargelände im Jahr 2006“, sagte Lahmann. Damals hatte sich die Nordzucker AG dazu entschlossen, das im Juni 1993 eröffnete Flüssigzuckerwerk sowie die großen Lagerhallen für bis zu 80.000 Tonnen Weißzucker am Standort in Groß Munzel zu belassen – trotz Aufgabe der alten Zuckerfabrik, die mittlerweile abgerissen ist. Ein zweites Flüssigzuckerwerk betreibt die GmbH in Nordstemmen.

Lob für Standort Groß Munzel

„Hier in Groß Munzel sind wir ziemlich gut aufgestellt. Dabei profitieren wir natürlich auch von der verkehrsgünstigen Lage nahe der Autobahn“, sagte Jan Walter, Geschäftsführer der Flüssigzucker GmbH. Zudem biete der Standort genügend Erweiterunsgpotenzial, falls die Marktsituation solch einen Schritt erfordere. Derzeit investiere die Gesellschaft in die Modernisierung des technischen Leitstandes, von dem aus die Produktionsabläufe gesteuert werden. „Und damit investieren wir auch in die Zukunft dieses Werkes“, betonte der Geschäftsführer.

In der Verarbeitung des kristallinen Weißzuckers – der vor allem aus den Nordzucker-Fabriken in Nordstemmen, Clauen und Schladen nach Groß Munzel geliefert wird – nutzt das Flüssigzuckerwerk einen eigenen Tiefbrunnen zur Wasserversorgung sowie eine eigene Abwasserreinigungsanlage zur Entsorgung. „Beides haben wir von der ehemaligen Zuckerfabrik übernommen“, berichtete Betriebsleiter Fauter.

Ständige Qualitätsprüfung

Zur Verflüssigung des Kristallzuckers werde das Wasser aufwendig aufbereitet und zum Beispiel von Mangan und Eisen sowie von weiteren Stoffen befreit. Der fertige Flüssigzucker und Zuckersirup sei ein absolut reines Produkt für die Weiterverarbeitung in der Lebensmittelindustrie. Diese Qualität werde ständig im werkseigenen Labor überprüft.

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Von Frank Hermann

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