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Nachrichten Grenzen für das neue Gewerbegebiet werden festgelegt
Region Barsinghausen Nachrichten Grenzen für das neue Gewerbegebiet werden festgelegt
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00:17 07.06.2019
Zwischen Empelder Straße und B 217 soll das Gewerbegebiet entstehen. Im Hintergrund ist links die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) zu sehen. Quelle: Ingo Rodriguez
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Ronnenberg

Wenn alles im Sinne der Stadtverwaltung läuft, könnten in rund einem Jahr die ersten Baurechte im neuen Gewerbegebiet Ronnenberg Nordost vergeben werden. In der kommenden Woche soll der Fachausschuss des Rates für Stadtplanung, Ökologie, Wirtschaft und Feuerschutz mit einem Beschluss die Weichen für die Ansiedlung weiterer Unternehmen im Stadtgebiet stellen. „Aus unserer Sicht nimmt die Sache in der Tat Fahrt auf“, sagte der zuständige Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler.

Vermarktung in Kooperation mit der HRG

In Zusammenarbeit mit der Hannover Region Grundstücks-­GmbH & Co KG (HRG) will die Stadt Ronnenberg gemäß einer am 12. Dezember 2018 beschlossenen Kooperationsvereinbarung auf einer Fläche von rund 180.600 Quadratmetern gewerbliche und in einem Teilbereich auch wohnbauliche Nutzung zulassen. Dazu muss zunächst der Bebauungsplan „Alter Garten Ost“ in Teilen geändert werden. Außerdem werden der Bebaungsplan und der Flächennutzungsplan für das Gebiet Ronnenberg Nordost aufgestellt. Es ist Bestandteil des aktuellen Dreijahresmaßnahmenprogramm zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK).

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Umgrenzung des Gewerbegebietes soll festgelegt werden

Dabei gehe es im ersten Schritt um die Umgrenzung des neuen Gewerbegebietes, erklärte Zehler. Außerdem müsse sich die Politik noch einmal öffentlich zu dieser Planung bekennen. Die bisherigen Vorplanungen waren vornehmlich in der nichtöffentlichen ISEK-Kommission erfolgt.

So habe es auch bereits Kontaktaufnahmen mit den Grundstückseigentümern gegeben, um deren Bereitschaft abzufragen, an dem Projekt mitwirken zu wollen. Das sei „insgesamt der Fall“, sagte Zehler. Nun gelte es, Fachgutachten für eine entsprechende Bauleitplanung zu erstellen – und um die Preise für die Grundstücke zu ermitteln. Dabei kommen Erschließungskosten, mögliche erhöhte Aufwendungen, Betrachtungen zum Artenschutz und der Archäologie sowie ein Verkehrsgutachten zum Tragen. Zehler erhofft sich noch im Sommer erste Erkenntnisse. Die Kosten für diese Fachgutachten übernimmt zu 50 Prozent die Region Hannover. Das entspricht rund 20.000 Euro.

Voraussichtlich ist eine neue Zufahrt nötig

Das betreffende Gebiet liegt am nördlichen Ortsrand von Ronnenberg, zwischen der Empelder Straße und der Bundesstraße 217. Diskutiert wurde unter Anwohnern vor allen die Zufahrt für die neu anzusiedelnden Betriebe. „Auf keinen Fall darf das Gewerbegebiet in einer Sackgasse liegen. Es muss von zwei Seiten erschlossen werden“, hatte Zehler während einer Ortsbesichtigung gesagt. Wahrscheinlich sei ein Anschluss an die Empelder Straße – möglicherweise auch über eine neu zu bauende Straße. Als zweite Zufahrt biete sich an der B 217 die Abzweigung hinter der Tankstelle an. „Dafür müsste natürlich der schmale Weg zum neuen Gebiet ausgebaut werden“, sagte Zehler. Auch eine zusätzliche Anbindung über eine neue Abfahrt von der parallel verlaufenden Bundesstraße sei nicht ausgeschlossen, müsste jedoch im Bauleitplanverfahren behördlich geprüft werden. Dazu diene unter anderem das geplante Verkehrsgutachten.

Ende des Jahres will die Verwaltung nach eigenen Vorstellungen mit der Erstellung des eigentlichen Bebauungsplanes beginnen. Gut ein halbes Jahr später wäre dann der Weg frei für die Ansiedlung der ersten Betriebe.

Von Uwe Kranz