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16:53 04.01.2019
Das Egestorfer Ehrenmal ist marode und muss wahrscheinlich abgerissen werden. Quelle: Andreas Kannegießer
Egestorf

Das Egestorfer Ehrenmal am Steinradweg unweit der Försterbrücke muss offenbar abgerissen und gegebenenfalls an einem anderen Ort ganz neu aufgebaut werden. Bei einem Sanierungsversuch haben Experten schwere Schäden an der Struktur des steinernen Gebildes entdeckt und zudem festgestellt, dass das Fundament beim Bau völlig unzureichend dimensioniert worden ist. Nun ist guter Rat teuer: Nach derzeitigen Planungen will die Verwaltung in den nächsten Wochen die Handlungsoptionen in einer Beschlussvorlage zusammenfassen, sodass die Ratsgremien im Februar über die Zukunft des Ehrenmals entscheiden können. Dann könnte zudem Geld im zweiten Nachtragshaushaltsplan für den Neuaufbau bereitgestellt werden.

Den Mittelpunkt auf dem Areal des Egestorfer Ehrenmals bildet ein rund 7,50 Meter hoher Obelisk aus Thüster Kalkstein. Im vergangenen Jahr war aufgefallen, dass manche Kalksteinplatten sowie Sockelsteine leicht verschoben oder locker sowie viele Fugen offen waren. Daraufhin hatte die Verwaltung einen Reparaturauftrag mit einem Volumen von rund 15.000 Euro an ein Fachunternehmen erteilt, um Platten und Steine gerade wieder einzubauen und die Fugen zu erneuern. Nach den Worten von Tiefbau-Fachdienstleiter Michael Dettmann meldeten die Steinmetze allerdings Bedenken an, nachdem sie erste Platten und Sockelsteine entfernt hatten. Der Grund: Beim Blick hinter die äußere Hülle wurden laut Dettmann „erhebliche konstruktive und statische Mängel“ an dem Obelisken sichtbar. Die Firma brach daraufhin in Absprache mit der Verwaltung die Arbeiten ab. Seit dem Herbst sind das Ehrenmalgelände und zusätzlich noch der Obelisk mit zwei Zäunen abgesperrt, um Besucher vor Gefahren zu schützen.

Das Egestorfer Ehrenmal ist marode und muss wahrscheinlich abgerissen werden. Quelle: Andreas Kannegießer

Die Stadt hat inzwischen ein Ingenieurbüro eingeschaltet, um zu klären, ob das Ehrenmal saniert werden könnte oder nicht. Das Ergebnis der Untersuchung liegt vor, und das Urteil der Experten fällt eindeutig aus: Das Ehrenmal müsse auf einem neu zu erstellenden Fundament und mit einem anderen Kern neu errichtet werden. Die geschätzten Kosten liegen bei gut 80.000 Euro.

Die Verwaltung verweist darauf, dass eine Neuerrichtung des Obelisken am selben Ort wahrscheinlich nicht möglich sein dürfte, weil dadurch die wenige Meter entfernte Eiche geschädigt werden könnte. Der eindrucksvolle Baum ist als Naturdenkmal festgesetzt. Nun will der Fachdienst Tiefbau mögliche Standorte für einen Neuaufbau mit der Denkmalbehörde abstimmen. Und die Politiker wollen sich Gedanken machen, ob das Ehrenmal überhaupt ersetzt werden muss. Immerhin gibt es in Egestorf mit dem Kriegerdenkmal an der Stoppstraße einen weiteren Ort zur Erinnerung an die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft.

Von Andreas Kannegießer

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