Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Was passiert mit dem Ehrenmal?
Region Barsinghausen Nachrichten Was passiert mit dem Ehrenmal?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:35 25.01.2019
Das Egestorfer Ehrenmal ist marode und muss wahrscheinlich abgerissen werden.
Das Egestorfer Ehrenmal ist marode und muss wahrscheinlich abgerissen werden. Quelle: Lisa Malecha
Anzeige
Egestorf

Was soll mit dem Egestorfer Ehrenmal passieren? Das Bauwerk am Steinradweg unweit der Försterbrücke muss offenbar abgerissen und gegebenenfalls an einem anderen Ort neu aufgebaut werden. Kostenpunkt: 90.000 Euro. Zu viel, urteilten einige Mitglieder vom Ordnungs- und Ehrenamtsausschuss. Nun soll nach Alternativen gesucht werden.

Bei dem Versuch, das Eherenmal aus dem Jahr 1923 zu sanieren, haben Experten schwere Schäden an der Struktur des steinernen Gebildes entdeckt und festgestellt, dass das Fundament beim Bau unzureichend dimensioniert worden ist. Manche Kalksteinplatten sowie Sockelsteine des 7,50 Meter hohen Obelisks sind leicht verschoben oder locker, viele Fugen sind offen. „Der Obelisk ist nicht standsicher, wir müssen handeln“, sagte Rainer Bernsdorff vom Fachdienst Tiefbau.

An der selben Stelle lasse sich der Obelisk nicht erneut errichten, sagte er. Denn dadurch könnte die wenige Meter entfernte Eiche, ein Naturdenkmal, geschädigt werden. Die Politiker wollen sich Gedanken machen, ob das Ehrenmal überhaupt ersetzt werden muss. Immerhin gibt es in Egestorf mit dem Kriegerdenkmal an der Stoppstraße einen weiteren Ort zur Erinnerung an die Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft.

„Wir müssen auch bedenken, dass wir 22 solcher Denkmäler haben, wenn die alle mit so hohen Summen saniert werden müssen, wird das schwierig“, sagte Gerald Schroth (CDU). Peter Messing (SPD) und Kerstin Beckmann (AfB) regten an, die Steine mit der Inschrift herauszulösen und nahe der steinernen Kreuze, die derzeit um den Obelisken verteilt stehen, abzulegen. „Das wäre kostengünstig und es würden keine Baumwurzeln gefährdet“, sagte Beckmann.

Eine Empfehlung sprachen die Ausschussmitglieder noch nicht aus, da das Thema so kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt wurde. Als nächstes wird der Finanzausschuss das Thema behandeln.

Von Lisa Malecha