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Nachrichten Anwohner vereiteln Automatensprengung
Region Barsinghausen Nachrichten Anwohner vereiteln Automatensprengung
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16:13 29.04.2019
Die Egestorfer Feuerwehr sichert die Geschäftsstelle der Stadtsparkasse nach der versuchten Automatensprengung weiträumig ab. Quelle: Feuerwehr
Egestorf

Unbekannte Täter haben in der Nacht zu Montag gegen 3.30 Uhr versucht, einen Geldautomaten in der SB-Geschäftsstelle der Stadtsparkasse Barsinghausen an der Geibelstraße in Egestorf aufzusprengen. Das Vorhaben scheiterte offenbar kurz vor der Explosion, weil eine Anliegerin Geräusche gehört hatte, die Polizei alarmierte und durch Rufen auf sich aufmerksam machte. Die Täter flüchteten daraufhin unverrichteter Dinge auf einem Motorrad. Zuvor hatten sie allerdings erheblichen Schaden an dem Geldautomaten in der Geschäftsstelle angerichtet. Bei ihrer Flucht ließen die Täter verschiedene Gegenstände zurück, die laut Polizei üblicherweise für eine Geldautomatensprengung benutzt werden, darunter eine Gasflasche.

Nach Mitteilung der Stadtsparkasse ist der Schaden so groß, dass die Egestorfer Geschäftsstelle „bis auf Weiteres“ nicht zur Verfügung stehe.

Sprengstoffspezialisten untersuchen Gasflasche

Weil die Automatenaufbrecher bei ihrer Flucht die Gasflasche im Foyer der Geschäftsstelle zurückgelassen hatten, musste die Freiwillige Feuerwehr Egestorf zu einem größeren Einsatz ausrücken. Bei der Alarmierung hieß es zunächst, dass die Gasflasche brenne. Wie sich vor Ort herausstellte, war das aber nicht der Fall. Dennoch gingen die Einsatzkräfte äußerst vorsichtig zu Werke: Nach Mitteilung der Feuerwehr wurde vorsorglich ein dreifacher Löschangriff aufgebaut, um für alle Fälle gewappnet zu sein.

Zum ersten Mal zum Einsatz kam danach die neue Wärmebildkamera der Egestorfer Feuerwehr. Mit Hilfe der Kamera stellten die Feuerwehrleute aus sicherer Entfernung fest, dass die Gasflasche Raumtemperatur hatte und offenbar nicht zu bersten drohte. „Die Wärmebildkamera war eine gute Unterstützung zur Lageerkundung und Entscheidungshilfe für die Einsatztaktik“, sagt Feuerwehrsprecherin Marlena Sörenhagen.

Die Einsatzleitung entschloss sich, die Schwerpunktfeuerwehr Barsinghausen mit ihrem Gasspürmesssatz nachzualarmieren. Die Spezialgeräte zeigten an, dass sich in der Geschäftsstelle kein Gas in der Raumluft befand. Dennoch wurde die Gasflasche nicht bewegt, bis später auf Explosivstoffe spezialisierte Delaborierer des Landeskriminalamtes am Tatort eintrafen, um die Flasche zu untersuchen. Die Egestorfer Feuerwehr leuchtete derweil den Ort des Geschehens aus und sperrte die Geschäftsstelle vorsorglich weiträumig ab. Gegen 6 Uhr konnten die 21 eingesetzten Feuerwehrleute wieder abrücken. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Sparkasse prüft, ob Automat ausgetauscht werden muss

Nach Angaben der Stadtsparkasse ist es das erste Mal, dass Verbrecher versucht haben, einen Geldautomaten des kommunalen Geldinstituts aufzusprengen. Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden Reinhard Meyer steht noch nicht fest, ob der durch Hebelversuche beschädigte Geldautomat repariert werden kann oder ausgetauscht werden muss. Ein neues Gerät würde laut Meyer etwa 25.000 bis 30.000 Euro kosten. In dieser Woche werde die Egestorfer Geschäftsstelle vollständig geschlossen bleiben, sagt der Sparkassenchef. Dann solle versucht werden, zumindest die übrigen Selbstbedienungsgeräte in der Filiale wieder zugänglich zu machen.

Die Egestorfer Feuerwehr sichert die Geschäftsstelle der Stadtsparkasse nach der versuchten Automatensprengung weiträumig ab. Quelle: Feuerwehr

Mehr Polizeimeldungen aus Barsinghausen lesen Sie hier.

Von Andreas Kannegießer

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