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Nachrichten Volkers Hof: Wettbewerb soll Varianten für Bebauung liefern
Region Barsinghausen Nachrichten Volkers Hof: Wettbewerb soll Varianten für Bebauung liefern
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00:17 05.01.2019
Auf dem Großparkplatz an Vokers Hof und der angrenzenden Brachfläche soll ein größerer Einzelhandelskomplex mit einem Supermarkt entstehen. Quelle: Andreas Kannegießer
Barsinghausen

 Die Stadt Barsinghausen will die Pläne zur Bebauung des Großparkplatzes im Bereich Volkers Hof/Breite Straße in der Stadtmitte im Jahr 2019 energisch vorantreiben. Die Verwaltung plant das Projekt inzwischen unabhängig vom Fortgang anderer Bauvorhaben in der Innenstadt. „Wir warten nicht mehr auf die Entwicklung im City-Center“, betont der für den Bereich Planen und Bauen verantwortliche Fachdienstleiter Florian Jürgens. Im City-Center war es den Eigentümern trotz mehr als zehnjähriger Suche nicht gelungen, Investoren für eine Modernisierung der Geschäftsflächen zu gewinnen. Aktuell gibt es Ideen, den hinteren Teil des Centers abzureißen und statt dessen Wohnungen zu bauen.

Auf der Parkplatzfläche an Volkers Hof sowie einem direkt angrenzenden Areal am Bussenweg soll ein neuer Supermarkt zur Nahversorgung der Bewohner der Innenstadt entstehen. Als Verkaufsfläche sind etwa 1500 Quadratmeter vorgesehen. Möglicherweise können auch Flächen für zusätzliche Einzelhandelsgeschäfte, Praxen, Gewerbe oder sogar Wohnungen in das Vorhaben integriert werden. Nach Jürgens’ Worten wird die Größe des Gebäudekomplexes davon abhängen, wieviel Grundstücksfläche die Stadt letztlich für das Entwicklungsprojekt nutzen kann. Das gesamte Areal ist rund 7000 Quadratmeter groß, allerdings befinden sich nur rund 4000 Quadratmeter davon bereits im Eigentum der Stadt. Der Rest der Parkplatzfläche ist aufgeteilt auf viele Eigentümer – die meisten davon sind Bewohner oder Gewerbetreibende in den Gebäuden auf der nördlichen Seite der Fußgängerzone. „Wir stehen mit allen in guten Gesprächen“, sagt Jürgens. Ziel der Stadtverwaltung sei es, dass sich die Parksituation für die Betroffenen und auch alle anderen Bürger nicht verschlechtere. „Eine Stellplatzgarantie für die bisherigen Eigentümer muss auch künftig da sein“, erläutert der Fachdienstleiter. Die Verhandlungen verliefen sehr konstruktiv. „Wir wollen gemeinschaftliche Lösungen finden.“

Keine Rücksichten mehr: Die Stadt plant die Bebauung im Bereich Volkers Hof nun unabhängig von der weiteren Entwicklung des City-Centers. Quelle: Andreas Kannegießer

Bei der Gestaltung des geplanten Einzelhandelskomplexes will die Stadt einerseits Rücksicht nehmen auf die umliegenden Anlieger, wie Jürgens sagt. Zugleich soll eine städtebaulich und architektonisch möglichst anspruchsvolle Lösung verwirklicht werden. Es handele sich ja um eine markante Stelle mitten in der Stadt, sagt Jürgens. „Da darf kein monofunktionaler Klotz entstehen.“

Um die bestmögliche Variante zu finden, setzt die Stadtverwaltung auf einen Wettbewerb: Alle bekannten Projektentwickler und Investoren, aber auch Einzelhandelskonzerne sollen zur Teilnahme eingeladen werden. Nach den Worten des Fachdienstleiters liegt im Rathaus bereits eine längere Liste mit potenziellen Investoren vor, die während der vergangenen Jahre Interesse an einem Engagement in Barsinghausen gezeigt hatten. „Die werden wir zuerst ansprechen.“ Auf jeden Fall werde die Verwaltung vor dem Start des Wettbewerbs Vorgaben machen, sagt Jürgens. Der Rahmen hänge letztlich davon ab, wie groß die bebaubare Fläche ausfalle.

Bei der Planung setzt die Stadtverwaltung außerdem auf Bürgerbeteiligung: „Wir wollen das Vorhaben breit diskutieren“, kündigt Jürgens an. Gespräche werde es vor allem mit dem Stadtmarketingverein Unser Barsinghausen geben. Darüber hinaus will der Fachdienst Planen und Bauen auch Anregungen und Ideen von Anliegern und anderen interessierten Bürgern sammeln. Geplant sei dazu noch im ersten Halbjahr 2019 eine Veranstaltung, sagt der Fachdienstleiter. „Das könnte zum Beispiel ein gemeinsamer Rundgang durch die Innenstadt sein.“ Diesem Rundgang könne sich gegebenenfalls eine Abschlussveranstaltung anschließen. Am Ende müssen dann die politischen Gremien die Ergebnisse des Wettbewerbs und die Anregungen bewerten und darüber beschließen, welchem Investor die Stadt die Grundstücksfläche zur Verfügung stellt.

Bis es so weit ist, hat der Fachdienst Planen und Bauen allerdings noch viel Arbeit vor sich. Jürgens betont, dass es sich angesichts des Standortes und der Eigentümerstruktur um ein rechtlich sehr komplexes Projekt handele, bei dem noch viele Fragen – etwa aus dem Vergabe- und dem Sanierungsrecht – zu klären seien. Die vorgesehene Baufläche befindet sich im städtebaulichen Sanierungsgebiet „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Zuschüsse für Investoren seien deshalb grundsätzlich möglich, aber nicht geplant, wie Jürgens betont. „Die Fläche ist auch so attraktiv genug.“

Ein Teil der Parkflächen im Bereich Volkers Hof befindet sich im Eigentum etlicher Anlieger. Die Stadt führt Gespräche über den Ankauf. Quelle: Andreas Kannegießer

Von Andreas Kannegießer

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