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Nachrichten Unbekannte brechen Wetterschacht des Bergwerks auf
Region Barsinghausen Nachrichten Unbekannte brechen Wetterschacht des Bergwerks auf
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19:24 25.04.2019
Die Schnepfenflucht ist mit einem massiven Gitter verschlossen. Auf diesem Bild noch nicht zu sehen ist der hohe Schutzzaun, der rund um den Wetterschacht aufgestellt ist. Quelle: Foto: Archiv
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Barsinghausen

Unbekannte haben im Deister oberhalb von Barsinghausen einen Wetterschacht des Besucherbergwerks, die sogenannte Schnepfenflucht, aufgebrochen und Felsbrocken sowie eine schwere Eichenbohle hinabgeworfen. Die Tat wurde nach Mitteilung der Polizei entdeckt, weil die Frischluftzufuhr durch den Wetterschacht beeinträchtigt war. Mitarbeiter der Alten Zeche überprüften daraufhin die Schnepfenflucht und stellten die Tat fest.

Laut Alte-Zeche-Geschäftsführer Thomas Schmidt war bei einer Bergwerkseinfahrt am Karfreitag dem Lokführer der Grubenbahn aufgefallen, dass es Probleme mit der Bewetterung des Stollens gab. Er kontrollierte die Sohle der Schnepfenflucht, die sich rund vier Meter oberhalb des Klosterstollens befindet und über Schrägleitern erreichbar ist. Dort entdeckte der Lokführer die Eichenbohle und den Felsbrocken.

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Bei einer Kontrolle der Wetterschachtöffnung im Deister stellte sich dann heraus, dass Unbekannte den Zaun um die Schnepfenflucht überklettert und den mit einem Metallgitter und einem Vorhängeschloss gesicherten Wetterschacht aufgebrochen hatten. Nach den Worten von Alte-Zeche-Aufsichtsrat Dieter Lohmann ist die Schnepfenflucht insgesamt 74 Meter hoch. Der in den Schacht geworfene Stein sei rund 35 Kilogramm schwer und habe eine Telefonleitung heruntergerissen, die durch den Wetterschacht führte. „Wer etwas in den Schacht hineinwirft, gefährdet Menschenleben“, betont Lohmann. Wer sich während einer solchen Tat zufällig im Sohlenbereich der Schnepfenflucht aufhalte, sei in akuter Lebensgefahr.

Die Barsinghäuser Polizei hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Verstoßes gegen die allgemeine Bergverordnung aufgenommen. Die Beamten bitten Zeugen um Hinweise unter Telefon (0 51 05) 52 30.

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Von Andreas Kannegießer