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Nachrichten Stadtfest: Behörden erlassen Aufenthaltsverbote für bekannte Gewalttäter
Region Barsinghausen Nachrichten Stadtfest: Behörden erlassen Aufenthaltsverbote für bekannte Gewalttäter
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16:56 15.08.2019
Beim 48. Barsinghäuser Stadtfest erwarten Organisatoren und Stadtverwaltung wieder dichtes Gedränge in der Innenstadt – so wie hier im vergangenen Jahr. Quelle: Archiv
Barsinghausen

Die Stadt Barsinghausen legt großen Wert auf die Sicherheit der vielen Tausend Besucher während des Barsinghäuser Stadtfestes, das vom 23. bis 25. August gefeiert wird. In Kooperation mit den Veranstaltern von der Interessengemeinschaft (IG) Stadtfest und der Polizei hat die Kommune verschiedene detaillierte Konzepte erarbeitet, unter anderem einen Rettungswegeplan und einen Fluchtwegeplan. „Das Thema Sicherheit liegt uns am Herzen“, sagt Bürgermeister Marc Lahmann.

Probleme hatte es in den vergangenen Jahren häufig zu später Stunde mit alkoholisierten und deshalb besonders streitlustigen Festgästen gegeben. Die Stadtverwaltung und die Polizei wollen deshalb in diesem Jahr vermehrt die Möglichkeit nutzen, schon im Vorfeld Aufenthaltsverbote gegenüber bekannten Störern und Gewalttätern auszusprechen. Nach den Worten der für den Bereich Ordnungswesen verantwortlichen Fachdienstleiterin Julia Manegold war im vergangenen Jahr eine Person von einem vorsorglich ausgesprochenen Aufenthaltsverbot betroffen. In diesem Jahr seien es bisher knapp unter zehn Personen, denen der Aufenthalt auf dem Stadtfest untersagt worden sei. Die Betroffenen stammen sowohl aus Barsinghausen als auch von außerhalb. „Und die Zahl der überprüften Personen liegt noch wesentlich höher“, sagt Manegold.

Schwere Fahrzeuge an den Zugängen

Auch während des Festes können die Behörden weitere Platzverweise gegenüber Störern aussprechen und durchzusetzen. Laut Manegold wird beim Stadtfest auch wieder ein Präventionsteam des Jugendschutzes der Region Hannover im Einsatz sein, das Alkoholexzesse Minderjähriger möglichst verhindern soll.

Der Bereich des Stadtfestes wird an den Zugängen wieder mithilfe schwerer Fahrzeuge abgesperrt – eine Präventionsmaßnahme, die verhindern soll, dass Autos auf die Festmeile vordringen. Vergleichbare Fälle gab es andernorts bei Attentaten. Mit den Sperrungen verbunden sind allerdings Beschränkungen für manche Anlieger im Bereich Bergamtstraße, Kirchstraße, Marktstraße, Breite Straße und Volkers Hof: Sie können während des Stadtfestes ihre Grundstücke zeitweise nicht mit Fahrzeugen erreichen. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass es auch während des Auf- und Abbaus bereits zu Einschränkungen für die Betroffenen kommen könne.

Zum ersten Mal hat die Stadtverwaltung in diesem Jahr zum Stadtfest eine Sperrzeitverordnung für die Gaststätten im unmittelbaren Innenstadtbereich für die Zeit von 2 bis 6 Uhr morgens erlassen. Verhindert werden soll damit, dass alkoholisierte Festbesucher nach der Schließzeit der Getränkestände in Gaststätten weiterzechen, wo sich dann das Aggressionspotenzial in den Morgenstunden erfahrungsgemäß nochmals erhöht. Die Sperrzeitverordnung sei zunächst probeweise eingeführt worden, sagt Manegold. „Wir wollen sehen, wie sich das bewährt.“

Falschparker werden abgeschleppt

Die Stadtverwaltung appelliert an Anlieger und Festgäste, ihre Autos keinesfalls im Bereich der ausgeschilderten Rettungswege abzustellen. Betroffen sind unter anderem der Bussenweg, der westliche Teil von Volkers Hof, die Gurkenstraße, die Glockenstraße und die Bergamtstraße. „Fahrzeuge auf den Rettungswegen werden rigoros abgeschleppt“, betonen Lahmann und Manegold. „Wir können nicht anders.“ Größer als in der Vergangenheit fallen die Hinweisschilder im Festbereich aus, die besonders auswärtige Besucher auf die vorgesehenen Fluchtwege hinweisen.

Auch einige allgemeine Verhaltenstipps für die Besucher hat die Stadtverwaltung im Vorfeld der Riesenfete zusammengestellt: Demnach sollten Festgäste möglichst auf die Mitnahme von Rucksäcken oder größeren Taschen und Beuteln verzichten. Jegliche Waffen, darunter auch Messer, seien verboten. Damit die Veranstaltung für alle Gäste unbeschwert und verletzungsfrei ablaufen kann, bittet die Verwaltung „um gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis“. Das Stadtfest sei ein Fest für alle Altersgruppen, sagt Bürgermeister Lahmann. „Alle sollen sich bei uns wohlfühlen.“

Sicherheit zuerst: Fachdienstleiterin Julia Manegold und Bürgermeister Marc Lahmann zeigen den Fluchtwegeplan für das Barsinghäuser Stadtfest. Quelle: Andreas Kannegießer

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Von Andreas Kannegießer

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