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Nachrichten Gemeinsam gegen den Müll: Nabu und Siedler kämpfen für ein sauberes Barsinghausen
Region Barsinghausen Nachrichten Gemeinsam gegen den Müll: Nabu und Siedler kämpfen für ein sauberes Barsinghausen
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14:03 19.02.2020
Karl Närman (links) und Hans-Joachim Tilgner fischen in der Hohenbosteler Feldmark eine alte Plastiktüte aus dem Graben. Der Barsinghäuser Naturschutzbund und die Siedlergemeinschaft Hohenbostel-Bördedörfer haben eine gemeinsame Müllaktion gestartet. Quelle: Jennifer Krebs
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Barsinghausen

Was tun gegen weggeworfene Taschentücher, stehengelassene Kaffee-To-Go-Becher, Hundekot und achtlos weggeschnippte Zigarettenkippen? Karl Närmann war selbst erschrocken über das, was er in der Hecke neben dem Egestorfer Sportplatz gefunden hatte: Mehr als 120 Glasflaschen habe er dort aus dem Gebüsch geholt, erzählt der Naturschützer. 110 Flaschen waren Piccolo, die möglicherweise von jemanden stammen, der dort an der Ammerke täglich seine Runden macht. Närmann sammelte die Flaschen ein und türmte sie zunächst am Wegrand auf, um sie später mit dem Auto abzuholen und zum Glascontainer zu bringen. Aber bereits am nächsten Tag war der Glasmüll verschwunden und wahrscheinlich schon von einem aufmerksamen Mitbürger entsorgt worden.

Mehr als 120 Glasflaschen hat Karl Närmann an der Ammerke neben dem Egestorfer Sportplatz aus einer Hecke geholt. Quelle: privat

Es dürfte nicht die letzte Müllsammelaktion gewesen sein. Der Barsinghäuser Naturschutzbund (Nabu) und die Siedlergemeinschaft Hohenbostel-Bördedörfer haben eine gemeinsame Müllkampagne gestartet. Nabu-Chefin Elke Steinhoff und Hans-Joachim Tilgner vom Siedlervorstand wünschen sich ein aktives Umdenken und rufen alle Bürger dazu auf, achtsamer mit dem eigenen Müll umzugehen und ihn ordnungsgemäß zu entsorgen. „Unser gemeinsames Ziel ist es“, sagt Steinhoff, „auf die zunehmende Verschmutzung aufmerksam zu machen, aufzuklären und die Menschen zum Handeln aufzufordern.“

Leere Flaschen werden einfach ins Gebüsch geworfen

Häufig fände man Flaschen an Stellen, wo sich viele Menschen länger aufhalten: am Bahnhof, an Bushaltestellen, an Ruhebänken und eben an Sportplätzen. „Dabei gibt es gerade dort fast immer Papierkörbe, trotzdem werden die leeren Flaschen sehr häufig einfach ins Gebüsch geworfen, wo man sie nur schwer wieder heraussuchen kann“, sagt Steinhoff. Das Schlimme: Das Glas gefährde Menschen und Tiere, könne bei Sonneneinstrahlung Brände auslösen und verrotte jahrzehntelang nicht. Dabei lasse sich Glas sehr gut recyceln, sagt Steinhoff. Und es gebe mehrere Sammelbehälter in der Stadt und in den Ortsteilen.

Achtlos in die Natur geschmissen. Quelle: Jennifer Krebs

Im Winter fallen die achtlos weggeworfenen Hinterlassenschaften ganz besonders auf: an Wegrändern, im Gebüsch, an Straßenrändern, auf Grünflächen – „fast überall liegt Müll herum und vergiftet die Böden“, bedauert Steinhoff und möchte die Leute zum Nachdenken bringen. Jeder sollte sich verantwortlich fühlen für seine Umgebung, findet die Nabu-Vorsitzende. Sie spricht inzwischen jeden an, der seinen Zigarettenstummel einfach auf die Straße schnipst. Viele, sagt sie, würden sich dann beschämt wegdrehen. Steinhoffs Tipp, um die Umwelt zu schützen: Ein früherer Kollege habe immer eine kleine Blechdose mitgenommen, damit durch die Zigaretten Umwelt und Natur nicht verschmutzt werden.

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Von Jennifer Krebs

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