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Region Barsinghausen Nachrichten SPD will Parkplätze an der Hauptstraße erhalten
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16:49 19.02.2019
Die Hauptstraße in Großgoltern wird derzeit saniert - dabei sollen auch Schutzstreifen für Radfahrer aufgebracht werden.
Die Hauptstraße in Großgoltern wird derzeit saniert - dabei sollen auch Schutzstreifen für Radfahrer aufgebracht werden. Quelle: Gerko Naumann
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Nordgoltern(Großgoltern

Die Sanierung der Hauptstraße in Großgoltern hat gerade begonnen – da gibt es Diskussionen über die Details. Die SPD-Abteilung Goltern lehnt die Pläne der Region Hannover ab, die auf beiden Seiten der Kreisstraße Markierungen für sogenannte Fahrrad-Schutzstreifen aufbringen will. Diese sind etwa 1,50 Meter breit und Radfahrern vorbehalten. Autofahrer dürfen den Bereich nur dann nutzen, wenn eine Gefährdung der Radfahrer ausgeschlossen ist. Die Streifen haben aber noch eine andere Folge: Innerhalb der Markierungen gilt ein Parkverbot.

Die Hauptstraße in Großgoltern wird derzeit saniert - dabei sollen auch Schutzstreifen für Radfahrer aufgebracht werden. Quelle: Gerko Naumann

Und genau dagegen spricht sich die SPD-Abteilung Goltern aus, sagt Ratsherr Stephan Täger. „Dann dürfte man im ganzen Ort nicht mehr parken“, kritisiert der Sozialdemokrat. Erfahrungsgemäß führe das mindestens bei Veranstaltungen im Freibad Goltern und der Kirche zu erheblichen Problemen. Auch eine Wiese am Freibad, die bislang als Parkplatz genutzt wurde, fällt weg. Dort entsteht der Neubau für das Feuerwehrgerätehaus in Goltern.

SPD setzt auf Kompromiss

Deshalb setzen sich die Politiker für eine Kompromisslösung ein, sagt Täger. Sie wollen einen Schutzstreifen für Radfahrer – allerdings nur auf der östlichen Seite der Straße. „Dann dürften Autofahrer weiterhin zumindest auf der gegenüberliegenden Seite parken“, sagt Täger. Diese Idee war auch bereits Thema bei einer Begehung an der Hauptstraße. Dabei haben sich sogar Vertreter des Allgemeine Deutsche Fahrrad-Clubs (ADFC) für die Lösung ausgesprochen, berichtet Täger. Deshalb hat die SPD einen entsprechenden Antrag an den Rat in Barsinghausen formuliert. Darin steht: Die Verwaltung als Straßenverkehrsbehörde soll die Region anweisen, nur auf einer Seite der Straße einen Schutzstreifen aufzubringen.

Region will ihre Planung beibehalten

Dazu wird es vermutlich nicht kommen, entgegnet Carmen Pförtner, Sprecherin der Region Hannover. Deren Mitarbeiter hätten die Situation bereits geprüft. In Ausnahmefällen seien einseitige Schutzstreifen möglich, in Großgoltern allerdings nicht. Denn dort sei eine entscheidende Bedingung nicht erfüllt, betont Pförtner: „Der Gehweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite müsste mindestens 2,50 Meter breit sein, damit auch Fahrradfahrer genug Platz haben.“ Das sei an der Hauptstraße nicht gegeben. „Deshalb werden wir bei unseren Planungen mit zwei Schutzstreifen bleiben“, kündigt Pförtner an. Priorität habe für die Behörde die „Sicherheit der Radfahrer und nicht parkende Autos.“

Wegen der Sanierung ist die Hauptstraße derzeit voll gesperrt. Quelle: Gerko Naumann

In diesem Punkt stimmt die Stadt Barsinghausen der Region Hannover zu. In der Verwaltung seien die Bedürfnisse der Autofahrer gegen die Sicherheit der Radfahrer abgewogen worden, teilt Stadtsprecher Andreas Schröter mit. „Bei einer solchen Abwägung gehen der Schutz von Leib und Leben den Erwägungen einer für die Anwohner komfortablen Parksituation selbstverständlich vor.“ Sollte es begründete Härtefälle geben, würden diese im Laufe der Bauarbeiten noch betrachtet, kündigt Schröter an.

Das ist an der Hauptstraße geplant

Die Sanierungsarbeiten sollen rund sechs Monate dauern und haben in Nordgoltern an der Einmündung der Hauptstraße auf die Bundesstraße 65 begonnen. Von dort arbeiten sich die Straßenbauer dann in Teilabschnitten bis zum südlichen Ende der Hauptstraße in Höhe der Eckerder Straße vor. Für den Anliegerverkehr soll es während der Bauphase keine Sperrungen geben, verspricht die Region. Die Grundstücke sollen immer erreichbar sein. Die Kosten betragen nach Angaben der Regionsverwaltung rund 920.000 Euro.

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Von Gerko Naumann