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Region Barsinghausen Nachrichten Lastwagen rangieren durch enge Wohnstraßen statt durch Ladestraße
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06:53 06.09.2019
Nur unter großen Schwierigkeiten können Lastzüge vom Langenäcker aus in die enge Zufahrt zum Kaufland-Supermarkt einbiegen. Quelle: Privat
Barsinghausen

Die Anwohner der Straße Langenäcker fühlen sich gestört und gefährdet vom Anlieferverkehr zum Kaufland-Supermarkt. Die Betroffenen finden, dass für die Anlieferung die sogenannte Ladestraße genutzt werden müsste, die parallel zur S-Bahn-Trasse hinter dem Supermarkt verläuft. Die Stadtverwaltung sieht allerdings wenig Möglichkeiten, rechtlich einzugreifen. „Die Straßen rund um Kaufland sind der Öffentlichkeit gewidmet“, sagt Stadtsprecher Christian Kneußel.

Lastzüge rollen über Gehweg

Der Barsinghäuser Ernesto Hoernig wohnt mit seiner Familie am Langenäcker direkt gegenüber der Einfahrt zum Supermarktgrundstück. „Es kommt tagtäglich vor, dass sehr große und lange Lastzüge die sehr enge Einfahrt zu Kaufland nutzen und Fußgänger gefährden“, sagt Hoernig. Vor einigen Monaten habe einer dieser Lastzüge beim Rangieren sein vor dem Haus geparktes Auto beschädigt. „Die Lkw fahren teilweise auf dem Fußweg bis zu unserer Hecke heran, um zu Kaufland rein- oder rauszufahren“, berichtet der Anlieger. Als weiteres Problem in diesem Bereich empfindet er das hohe Tempo vieler Fahrzeuge auf dem Langenäcker. „Schätzungsweise 90 Prozent der Auto- und Motorradfahrer halten nicht die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometer ein“, sagt Hoernig.

Die Anlieger am Langenäcker fürchten um ihre geparkten Autos und die Sicherheit der Fußgänger angesichts des Rangierverkehrs zum Kaufland-Markt. Quelle: Privat

Der Anlieger kritisiert, dass die Tempo-30-Zone nicht ausreichend gekennzeichnet sei. Um die Sicherheit für Fußgänger zu erhöhen, wünscht er sich einen Überweg mit Zebrastreifen an der Kreuzung Langenäcker/Gänsefußweg. „Dort verkehren viele Schüler vom Bahnhof zur KGS und zur Adolf-Grimme-Schule – und viele Bewohner der Siedlung“, sagt Hoernig.

Stadtverwaltung will Messtafel aufhängen

Die Stadtverwaltung verweist darauf, dass die öffentlich gewidmeten Straßen grundsätzlich auch von Lastwagen genutzt werden dürfen. Zwar gebe es eine Empfehlung von Kaufland, wie der Anlieferverkehr verlaufen solle, sagt Kneußel. „Eine zwingende Maßgabe ist das jedoch nicht.“ Deshalb könne der Lkw-Verkehr über den Langenäcker rechtlich nicht beanstandet werden. „Die Stadt wird aber an Kaufland herantreten und darum bitten, die Anlieferer auf die empfohlene Route hinzuweisen“, kündigt Kneußel an. Vor allem eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer müsse unbedingt vermieden werden.

Die Tempo-30-Beschilderung am Langenäcker und in den umliegenden Straßen ist aus Sicht der Stadtverwaltung ausreichend und entspricht der Straßenverkehrsordnung. Dass die Geschwindigkeit von einzelnen Autofahrern überschritten werde, liege nicht an der Beschilderung, meint Kneußel. Die Stadtverwaltung will aber in dem umstrittenen Bereich demnächst eine der städtischen Geschwindigkeitsmesstafeln aufhängen lassen.

Keine Realisierungsmöglichkeit sieht der Fachdienst Ordnungswesen für einen Fußgängerüberweg oder gar eine Fußgängerampel. Diese seien in Tempo-30-Zonen in der Straßenverkehrsordnung nicht vorgesehen „und daher rechtlich nicht umsetzbar“, sagt Kneußel.

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