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Region Barsinghausen Nachrichten Kunstverein findet in der Krawatte sein Zuhause
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13:58 31.08.2019
Bei der Vernissage für die erste Kunstausstellung in der Kulturfabrik Krawatte schauen sich Besucher die Werke von Helmut Müller aus Emden an. Quelle: Frank Hermann
Barsinghausen

Premiere für den Kunstverein Barsinghausen: Zum ersten Mal zeigt der Verein eine Ausstellung in der Kulturfabrik Krawatte – und fühlt sich auf diese Weise in seinem neuen Zuhause angekommen. Viele Besucher kamen am Freitagabend zur Vernissage ins Gebäude der ehemaligen Krawattenfabrik an der Egestorfer Straße, um sich die rund 80 Werke des Künstlers Helmut Müller aus Emden anzuschauen.

Helmut Müller aus Emden zeigt rund 80 Werke im neuen Raum für Kunst

Zur Eröffnung der vierwöchigen Ausstellung „Zwischen Abstraktion und Informell“ sprach der Vereinsvorsitzende Carsten Hettwer davon, ein wichtiges Zwischenziel erreicht zu haben. Zuletzt habe der Verein immer wieder Übergangslösungen für seine Ausstellungsorte finden müssen – zum Beispiel in kurzfristig leer stehenden Geschäftsräumen der Barsinghäuser Innenstadt. Nun könne der Verein mit der ersten Ausstellung in der Krawatte das seit vielen Jahren geplante Haus für Kunst und Kultur beziehen.

Verein setzt sich hohe Ziele

„Natürlich ist die Krawatte noch lange nicht fertig. Aber wir setzen uns hohe Ziele und verfolgen dieses Projekt konsequent weiter“, betonte Hettwer. Während der weiteren Ausbauphasen wolle der Verein trotz des Baustellencharakters die Räume in der Krawatte sporadisch nutzen. „Für Ende Oktober planen wir bereits die nächste Ausstellung in der Krawatte“, kündigte Hettwer an.

Auch die Kunstschule Noa Noa, zweiter Hauptmieter neben dem Kunstverein, wolle bis zum Jahresende ihre neuen Werkstatträume in dem Gebäude beziehen. Diese Kooperation mit Noa Noa wertet Hettwer als wichtiges Element, denn der Kunstverein wolle Kinder und Jugendliche verstärkt an Kunst und Kultur heranführen.

Der Künstler Helmut Müller aus Emden habe sich mit seiner Ausstellung auf den Krawatten-Rohbau eingelassen. „Er fand es sehr anregend, in dieser Umgebung auszustellen und weist auf einen Zusammenhang zwischen den unfertigen Räumen und seiner künstlerischen Arbeitsweise mit ständigen Veränderungsprozessen hin“, erklärte der Vereinsvorsitzende.

Bilder hängen an Strippen

Mit Unterstützung von Kulturhistorikerin Sarah Byl und Mitarbeiterin Gabi Marks sowie von Kuratorin Ulla Stegen von Kunstverein Barsinghausen musste Müller bei aller Begeisterung für den spröden Charakter einer Fabrikhalle jedoch einige Schwierigkeiten meistern: Weil Innenwände zur Präsentation der Bilder im früheren Stofflager der ehemaligen Krawattenfabrik fehlen, hängt ein Großteil der Bilder an stabilen Strippen von der Decke herab.

Der Aufwand bei den Vorbereitungen für die Ausstellung sei enorm gewesen, sagte Helmut Müller am Rande der Vernissage. „Aber ich finde es hochinteressant, hier auf einer Baustelle meine Bilder zeigen zu können“, betonte der Künstler.

Führungen am Donnerstag

Die Ausstellung „Zwischen Abstraktion und Informell“ ist bis zum 29. September während dieser Öffnungszeiten zu sehen: donnerstags von 19 bis 21 Uhr, sonnabends von 13 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr. Führungen sind jeden Donnerstag ab 19 Uhr möglich. Der Eintritt ist frei.

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Von Frank Hermann

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